CLAUDE KARGER

Wir wissen nicht genau, nach welchen Kriterien die Macher der „Sproch vun der Woch“-Rubrik auf dem offiziellen Luxemburg-Portal die Sprüche so raussuchen, allerdings passen sie manchmal doll zur Aktualität. Wie der Spruch dieser Woche: „Deem riichten ech den Diks“.

„Jemanden zurechtweisen (Wörtlich: Dem werde ich das Signal richten)“, wird da erklärt und: „wahrscheinlich ein Resultat des Stellenwerts von Luxemburgs Eisenbahnen im 20. Jahrhundert. Dieser Ausdruck wird generell benutzt, wenn man mit jemandem unzufrieden ist und der Person das auch mitteilen möchte.“

So forderte diese Woche Mister US-Ambassador den Premier auf, seinem Kollegen aus Russland mal ordentlich „to righten his semaphore“ wegen der Krim-Annexion zu richten. Worauf ihm der zweitstärkste Mann aus Moskau dem Trump-Kumpel bei einer Pressekonferenz unverblümt seine Unzufriedenheit beschied... Ansonsten schafften es Medwedew und Bettel sogar in die „Business Lounge“ des „Handelsblatt“, wo „die großen Auftritte der Entscheider“ abgebildet werden. „Kunst verbindet“, heißt es da neben einem Foto vom gemeinsamen MUDAM-Besuch der Regierungschefs. Idylle pur.