PETINGEN
GASTON FREYMANN

Petingen erfüllt die Bedingungen des „Pacte logement“

Die Räumlichkeiten in der rue Gillardin in Petingen, in denen das Sozialamt zurzeit untergebracht ist, entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen“. Dessen sei sich die politische Führung der Gemeinde Petingen bewusst gewesen und habe dem bei der Erstellung des Mehrjahresfinanzplans Rechnung getragen, so Bürgermeister Pierre Mellina(CSV), anlässlich der jüngsten Sitzung des Gemeinderates und der Vorstellung des Projekts. Eigentlich war vorgesehen das Gebäude an der Kreuzung rue de la Chiers, rue de l‘église (neben dem alten Feuerwehrhaus), in dem Jahrzehnte lang der Kindergarten der Stadt Petingen untergebracht war, nach einem Umbauarbeiten zu nutzen.

Energetische Vorteile und kostengünstiger

Dieses Vorhaben, habe sich als schwierig und durchaus kostspieliger erwiesen, als einen behinderten gerechten Neubau zu errichten, der sich auch durch eine Anzahl energetischer Vorteile auszeichnet. Im Untergeschoss entstehen neben Haustechnik und Nebenräumen zwölf Parkplätze. Im Erdgeschoss sowie im ersten Stockwerk sind insgesamt 14 Büroräume, drei Konferenzräume sowie Sanitäranlagen, zwei Warteräume, ein Konferenzsaal, eine Küche und ein Lagerraum eingeplant. Wenn auch nur die Räume im Erdgeschoss vom Sozialamt genutzt werden, so wollen die Gemeindeverantwortlichen in dem Gebäude eine Reserve an Büroräumen schaffen. Laut Mellina besteht die Möglichkeit, die dann entstandene Kapazität durch ein zweites Stockwerk zu erweitern.

Kosten von 3,4 Millionen Euro

Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 3,4 Millionen Euro. Mit den Arbeiten kann erst im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Die Übersiedlung des Sozialamtes soll 2015 erfolgen.

Die Bevölkerung soll kontrolliert anwachsen

Unter den Einnahmen in Höhe von 7,3 Millionen Euro, denen der Gemeinderat zustimmte, waren 1,4 Millionen Euro, die seitens des Staates im Rahmen des Wohnungsbaupaktes für das Geschäftsjahr 2011 überwiesen wurden. In dem Zusammenhang erklärte Pierre Mellina, dass sich die Gemeinde bei der Unterzeichnung des Wohnungsbaupaktes zu einem Anwachsen der Bevölkerung von 15 Prozent in zehn Jahren verpflichtet habe. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt, nach sechs Jahren, verzeichne man einen Bevölkerungszuwachs von 1.749 Personen, was einem Plus von zwölf Prozent entspricht. 2011 stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde um 369, von 16.071 auf 16.440 Bürger. Dies sind, laut Mellina, 20 Personen weniger als es deren 2010 waren. Ende 2012 gab es einen Bevölkerungszuwachs von 315 Personen. Dies dürfte einer staatlichen Zuwendung von zirka einer Million Euro entsprechen.

Keine Baulanderweiterung

In dem Zusammenhang erkundigte sich Rat Romain Becker (déi greng) in welchem Maße, die Gemeindebevölkerung wachsen solle. Pierre Mellina erinnerte in dem Zusammenhang, dass die Ausweisung von Bauland aus dem Jahr 1992 stammt und zu keinem Zeitpunkt erweitert wurde. Auch die augenblickliche CSV/LSAP- Koalition werde in ihrer Mandatsperiode daran festhalten.

Weniger leer stehende Wohnungen als angenommen

Leerstehende Wohnungen, ein Thema das Romain Becker ebenfalls angeschnitten hatte, gibt es, laut Mellina, in Folge einer Bestandsaufnahme die in Lamadelaine durchgeführt wurde, deutlich weniger als anfangs angenommen wurde. Dabei wies der Bürgermeister auf Schwierigkeiten bei der Erstellung des Inventars hin, die in den drei Ortsteilen durchgeführt wird.