„,Der Spiegel‘ nimmt sich Etienne Schneider vor“, titelt das Online-Wort am Samstag. Tatsächlich schreibt das Magazin über des Vizepremiers Oldtimer-Rolls-Royce und die vielen lukrativen Kappen des Ex-LSAP-Fraktionssekretärs, der zum hohen Beamten im Wirtschaftsministerium avancierte und dann zum Orchesterchef. Vom „Filz zwischen Politik, Wirtschaft und den Elitebeamten“ geht die Rede. Visiert ist aber eigentlich EU-Kommissionsboss Jean-Claude Juncker - er muss am Donnerstag im EU-Parlament zur LuxLeaks-Affäre aussagen - der als Premier „toleriert“ haben soll, „wenn Anhänger ganz unterschiedlicher Parteien von dem System profitierten und sich die Taschen füllten“. Zum „System Juncker“ würden denn auch „fragwürdige Steuererleichterungen für Weltkonzerne“ gehören. Und nun versuche Juncker - dem sein Ex-Dauphin und Deutsche Bank-Topp-Mann Frieden angeblich einiges flüstert - dieses System auch in Brüssel umzusetzen. „Ein bisschen funktioniert Europa jetzt wie Luxemburg“, so die Schlussfolgerung.

Um die vom „Spiegel“-Artikel ausgelösten heftigen Wallungen der Social Media-Granzerten ein wenig zu beruhigen, verkündete Schneider am Samstag die gute Nachricht, dass 2017 Sense mit der Krisensteuer sei. Was JCJ wohl verkünden wird?