LUXEMBURG
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Zahl der bekannten Covid-19-Infizierten steigt über 2.800 - Bislang 36 Tote - Gesundheitsministerin rechnet mit Gipfel der Krankenhauseinlieferungen bis Mitte April

Dass sich das Covid-19-Virus weiterhin verbreitet, trotz der äußerst einschneidenden Maßnahmen dagegen und der „Peak“ der Infektionen längst nicht erreicht ist, zeigen die Statistiken. Am Sonntag meldete das Gesundheitsministerium fünf Sterbefälle mehr durch den Erreger. Seit dem ersten Covid-19-Toten am vergangenen 13. März sind 36 Menschen dem Virus zum Opfer gefallen. Das Medianalter der Verstorbenen lag bei 86 Jahren.

Nicht dazu gerechnet wird der Tod eines Patienten, der aus dem Grand Est nach Luxemburg transportiert wurde, um hier versorgt zu werden. Wie andere Länder (Deutschland und Schweiz) hat sich das Großherzogtum bereit erklärt, eine Reihe von akut gefährdeten Covid-19-Erkrankten aus der von der Seuche stark getroffenen französischen Region aufzunehmen, die an ihre Grenzen stößt, was die medizinische Versorgung anbelangt.

Hier wurden bereits bis Samstag über 1.400 Tote gezählt. Derzeit werden in Luxemburg zehn Patienten aus dieser Region betreut. Sie werden in der offiziellen Infizierten-Statistik nicht geführt. Am Sonntagnachmittag wurden 2.804 bekannte Covid-19-Fälle gezählt, 190 mehr als noch am Freitag.

43 Patienten auf Intensivstation

Von den infizierten Personen sind 2.351 Ansässige und 453 Nichtansässige. 51 Prozent sind Männer und 49 Prozent Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 46 Jahren. 233 von ihnen mussten wegen Komplikationen durch Covid-19 oder Erkrankungen die ähnlich verlaufen, in eine Klinik überwiesen werden. 33 werden auf einer Intensivstation behandelt. Auf einer solchen liegen auch die zehn genannten Fälle aus Frankreich.

Luxemburg kann im Notfall auf 300 Intensivbetten zurückgreifen, hatte Gesundheitsministerin Paulette Lenert vergangene Woche erklärt. Rund 2.700 Betten könnten in den Spitälern für Covid-19-Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Lenert sagte am Sonntagmorgen im Interview mit Radio 100,7 sie rechne mit einem „Peak“ der Krankenhauseinlieferungen Mitte April. Die Kapazitäten in den Kliniken „müssten reichen“. Sie zeigte sich erneut zuversichtlich, dass die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus und eine Überlastung des Gesundheitssystems greifen. Ein Zeichen dafür sie der geringere Anstieg der Neuinfektionen.