LUXEMBURG
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„Buergbennen“ in Stadt und Land am kommenden Sonntag/Wochenende

Am ersten Sonntag/Wochenende nach Karneval brennen im Großherzogtum die „Buergen“, um den Winter zu vertreiben. Dieses Fest, eine luxemburgische Tradition, zieht jährlich tausende Menschen an. Stroh, Geäst sowie Rundholzstücke werden traditionell als Brennmaterial verwendet. Meistens werden die „Buergen“ von Jugendorganisationen errichtet, die manchmal auch einen Fackelzug vom Dorf bis zur „Buerg“ organisieren, um diese unter Aufsicht der Feuerwehr anzuzünden.

Die Ursprünge

Das „Buergbrennen“ oder „Faaschtefest“, wie einige die Tradition nannten, geht auf einen heidnischen Brauch zurück. Es findet seit alters her zum Frühlingsanfang statt. Das Feuer steht für die Wiedergeburt des Frühlings und die Vertreibung des Winters; es ist der Triumph der Hitze über die Kälte, des Lichts über die Dämmerung. Manchmal findet man auch die Erklärung, dass die Feuersbrunst der „Buerg“ eine symbolische Erinnerung an jene Zeiten ist, als man Hexen verbrannte.

Sprachwissenschaftlern zufolge hat das Wort „Buerg“ nichts mit einer Burg zu tun. Die Etymologie des Wortes stammt von „burere“, dem lateinischen Verb für „brennen“.

Der Ablauf

Das Fest beginnt normalerweise am Nachmittag mit dem Errichten der „Buerg“ an, gefolgt von einem Fackelzug und endet mit dem Anzünden des Scheiterhaufens bei Einbruch der Nacht. Gegrilltes und traditionelle Speisen wie „Ierzebulli“, „Bouneschlupp“ oder „Glühwäin“ werden angeboten.

In Luxemburg-Stadt

In der Hauptstadt wird die „Buerg“ am kommenden Samstag, dem 9. Dezember im Bonneweg am Boulevard Kaltreis, sowie am Sonntag, dem 10. März auf Cents, an der Kreuzung des Boulevard Simonis mit der Rue Cents, gebrannt. Weitere „Buergbrennen“ finden in den Stadtvierteln Beggen und Cessingen statt, dies am Sonntag, dem 10. März.

Zum Schluss ein kleiner Hinweis: Die Umweltverwaltung und das Umweltministerium erinnern daran, dass beim „Buergbrennen“ nur Naturholz verwendet werden darf. Behandeltes Holz oder gar Möbelstücke dürfen demnach nicht verbrannt werden.