LUXEMBURG
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Pisa-Studie: Die meisten Schüler können auf Unterstützung der Eltern zählen - Mobbing präsent

Wie zufrieden sind Schüler mit ihrem Leben? Wie viel Mobbing erleben sie? Wie viel Zeit verbringen Schüler im Netz? Diesen Fragen geht der nun erschienene dritte von insgesamt fünf Bänden der PISA-Studie 2015 über das Wohlbefinden von Schülern nach. In Luxemburg geben knapp 16 Prozent der Schüler an, regelmäßig (ein paar Mal im Monat) Opfer von Mobbing zu werden. Dazu zählt, geschlagen oder gestoßen zu werden, sich über andere lustig zu machen oder Gerüchte zu verbreiten. Mit diesem Ergebnis liegt das Großherzogtum unter dem von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ermittelten Durchschnittswert von 18,7 Prozent. Ein anderes Bild zeigt sich bei der Frage nach der Zufriedenheit der Schüler mit ihrem Leben. Ähnlich wie in Frankreich, Deutschland und im OECD-Durchschnitt geben 11,8 Prozent der Schüler an, nicht sonderlich zufrieden mit ihrem Leben zu sein, wohingegen rund 35 Prozent von einer positiven Lebenssituation sprechen.

Befragt wurden Schüler ebenfalls nach ihrer Motivation. So teilen fast 54 Prozent die Aussage, dass sie danach streben, zu den Klassenbesten zu gehören. Um ein paar Vergleichswerte anzuführen: In Deutschland fand dieses Ziel bei etwa 43 Prozent der Schüler Zuspruch, in Japan bei 33 Prozent und in Kanada bei 73 Prozent.

66 Prozent der in Luxemburg befragten Schüler empfinden ein Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Schule (OECD-Durchschnitt: 73 Prozent). Umgedreht fühlen sich 83 Prozent nicht als Außenseiter. Luxemburgische Schüler können zudem auf den Rückhalt ihrer Eltern zählen. 95,3 Prozent sagen, dass sich ihre Eltern für ihre schulischen Aktivitäten interessieren und 88,5 Prozent finden bei den Eltern Rückhalt, falls es mal Schwierigkeiten gibt. Wenn im Großherzogtum in diesem Punkt durchaus vergleichbare Ergebnisse festgestellt werden konnten, fallen die Unterschiede in einem anderen Punkt stärker aus: 41 Prozent der Schüler gehen davon aus, im Anschluss an ihre schulische Laufbahn einen Universitätsabschluss zu machen. In Frankreich streben 32 Prozent einen solchen an, in Deutschland gar nur 17 Prozent. In Griechenland sind es hingegen 66 Prozent. Im Durchschnitt liegt Luxemburg knapp unter dem Wert von 44 Prozent.