LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Convoi du Souvenir“ macht Halt an der „Borne du Souvenir“ in der Hauptstadt

Die „Liberty Road“ wurde Anfang 1946 von Major Guy de la Vasselais, der als französischer Verbindungsoffizier für General George Patton jr. tätig war, und Gabriel Hocquart, Bürgermeister von Metz, ins Leben gerufen. Mit einer Länge von 1.145 Kilometern (von Utah Beach bis nach Bastogne) ist die „Voie de la Liberté“ nicht nur ein internationales Monument zwischen Frankreich, Luxemburg und Belgien, sondern stellt darüber hinaus das größte Erinnerungsmal der Welt dar, das jeden Kilometer mit einem Gedenkstein an die amerikanischen Soldaten erinnert, die damals, fernab ihrer Heimat, ihr Leben opferten, um Luxemburg vom Nazi-Joch zu befreien.

„Bornes de la Liberté“ auf historischer Strecke angesiedelt

Im Großherzogtum wurden die „Bornes de la Liberté“ auf der historischen Strecke, die General Patton mit seinen Truppen vor 70 Jahren zurücklegte, angesiedelt. Die Ortschaften, in denen „Bornes de la Liberté“ stehen, sind: Frisingen, Weiler-la-Tour, Hesperingen, Luxemburg-Stadt, Strassen, Bartringen, Mamer, Capellen, Windhof, Koerich und Steinfort. Entlang dieser Strecke wurden 31,5 Gedenksteine errichtet. Dies, weil die in Evrange/Frisingen errichtete „Borne de la Liberté“ je zu einer Hälfte zum französischen und zum luxemburgischen Teil der „Voie de la Liberté“ gehört.

„Convoi de la Liberté“

Das 1983 gegründete „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ hatte gestern zu Ehren der amerikanischen Befreier einen „Convoi du Souvenir“ organisiert. Ab der französisch-luxemburgischen Grenze in Frisingen lief der Konvoi durch Frisingen, Weiler-la-Tour und Hesperingen bis zur „Bornes de la Liberté“ am Place de Metz in der Hauptstadt. Hier fand die offizielle Gedenkfeier statt, in deren Rahmen Premier Xavier Bettel, Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer und die Enkelin von General Patton, Helen Patton-Plusczyk, Blumen an der „Borne de la Liberté“ niederlegten.

Am Nachmittag ging der „Convoi du Souvenir“ dann über Strassen, Bartringen, Mamer und Koerich bis nach Steinfort, wo der Konvoi nach einer kurzen Erinnerungsfeier aufgelöst wurde.