LUXEMBURG
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18 Fragen an DP-Fraktionschef Eugène Berger

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern einige Fragen per E-Mail zukommen, von denen wenige politisch, die meisten eher privater Natur sind. Manch einer hat noch am gleichen Tag geantwortet, bei anderen lässt die Antwort immer noch auf sich warten. Heute die Antworten des DP-Fraktionsvorsitzenden Eugène Berger.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Kammersession?

Eugène Berger Die Session war bekanntlich kurz, lediglich sechs Monate, da die neue Regierung und das neue Parlament erst seit Dezember 2018 im Amt sind. Bei den Arbeiten ist das Budget 2019 klar hervorzuheben. Es ist im Zeichen der Gerechtigkeit geschrieben. Mehr soziale Gerechtigkeit, indem fast die Hälfte der Ausgaben in soziale Leistungen und Transfers gehen. Familien und junge Menschen werden besonders unterstützt. Mehr Gerechtigkeit für die zukünftigen Generationen, indem massiv in Umwelt- und Klimaschutz investiert wird. Diese Koalition ist ja ein Champion in den Investitionen: in Bildung, in Forschung, in die Mobilität, in die digitale Wirtschaft und vieles mehr. Mehr Gerechtigkeit aber auch für die Klein- und Mittelbetriebe im Land, die für Arbeitsplätze sorgen mit zum Beispiel Steuererleichterungen.

Welches sind für Sie die Prioritäten für die Rentrée?

Berger Die Diskussion rund um den Datenschutz und die verschiedenen Datenbanken müssen wir ernst nehmen. Ich könnte mir eine Art „Datenschutztisch“ vorstellen, wo Parlament und Regierung Gesetze zur Regelung von verschiedenen staatlichen Datenbanken zusammen ausarbeiten. Darüber hinaus wird die Steuerreform 2.0 in Angriff genommen werden.

Wohin fahren Sie in den Urlaub, und warum?

Berger Bekanntlich ruft bei mir der Berg. Diesmal auch die Tochter, die in Sydney lebt und arbeitet. Eigentlich müsste ich genau jetzt in Bolivien im Begriffe sein, auf einen Sechstausender zu steigen. Doch zur Zeit plagt mich eine Rückenverletzung und daher müssen sowohl Bolivien wie Australien aufgeschoben werden. Priorität der Gesundheit! Doch wie sagt man so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich hatte Ostern einen wunderbaren Trekking in Patagonien unternommen. Ich habe also schon eine schöne Reise dieses Jahr erlebt. Vielleicht klappt es vor September noch für einen kurzen Abstecher in die Dolomiten.

Was haben Sie sich in sportlicher Hinsicht für den Urlaub vorgenommen?

Berger Von der Verletzung genesen.

Welche Bücher planen Sie, im Urlaub zu lesen?

Berger Ich lass mich vom Bücherladen überraschen.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Berger Allein auf dem Gipfel des Mount Everest zu stehen. Das war der absolute Kick.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Berger Die man aus Liebe macht.

Was ist für Sie das größte Unglück?

Berger Keine Träume und Ziele mehr zu haben.

Ihre liebsten Romanhelden?

Berger Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Berger Leonardo da Vinci und Marco Polo.

Ihre Lieblingshelden in der Wirklichkeit?

Berger Alle, die sich für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung einsetzen.

Ihr Lieblingsmaler?

Berger Keinen bestimmten zur Zeit. In meinem Büro habe ich einige Bilder der Luxemburgerin Claudine Maillet.

Ihr Lieblingsautor?

Berger Zur Zeit Hemingway, das ändert jedoch regelmäßig.

Ihr Lieblingskomponist?

Berger J. S. Bach.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Berger Klettern, am liebsten an einem schönen Ort in der Natur.

Ihr Hauptcharakterzug?

Berger Willen und Ausdauer.

Ihr größter Fehler?

Berger Bei Sahnekuchen und guter „Pâtisserie“ kann ich nicht Nein sagen…

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Berger Den Blick und die Energie klar nach vorne gerichtet.