LUXEMBURG
LJ

„Buergbrennen“ in Stadt und Land am kommenden Sonntag, dem 18. Februar

Am ersten Sonntag nach Karneval werden im ganzen Land die „Buergen“ (Burgen) angezündet, um den Winter zu vertreiben. Dieses Fest, bei dem es sich um eine luxemburgische Tradition handelt, zieht jährlich tausende Menschen an.

Stroh, Geäst sowie Rundholzstücke werden traditionell als Brennmaterial verwendet. Meistens werden die „Buergen“ von Jugendorganisationen errichtet, die manchmal auch einen Fackelzug vom Dorf bis zur „Buerg“ organisieren, um diese unter Aufsicht der Feuerwehr anzuzünden.

In einigen Ortschaften gebührt dem zuletzt verheirateten Paar oder einer lokalen Persönlichkeit die Ehre, die „Buerg“ anzuzünden.

Die Ursprünge

Das „Buergbrennen“ oder „Faaschtefest“ (Fest der Fastenzeit), wie einige die Tradition auch nannten, geht auf einen heidnischen Brauch zurück. Das „Buergbrennen“ findet seit alters her zum Frühlingsanfang statt.

Das Feuer steht für die Wiedergeburt des Frühlings und die Vertreibung des Winters; es ist der Triumph der Hitze über die Kälte, des Lichts über die
Dämmerung.

Manchmal findet man auch die Erklärung, dass die Feuersbrunst der „Buerg“ eine symbolische Erinnerung an jene Zeiten ist, als man Hexen verbrannte.

Sprachwissenschaftlern zufolge hat das Wort „Buerg“ allerdings nichts mit einer Burg zu tun. Die Etymologie des Wortes kommt von „burere“, dem lateinischen Verb für „brennen“.

Der Ablauf

Das Fest beginnt am Nachmittag mit dem Errichten der „Buerg“ an, gefolgt von einem Fackelzug und endet mit dem Anzünden des Scheiterhaufens bei Einbruch der Nacht.

Gegrilltes und traditionelle Speisen wie „Ierzebulli“, „Bouneschlupp“ oder „Glühwäin“ werden angeboten.