CLAUDE KARGER

Ob er mal seinen Namen googele, fragte das Online-Essentiel den Vizepremier, sei doch der erste Suchvorschlag zu Etienne Schneider „Rolls Royce“. Wie dieses Image dem Spitzenmann der „Uarbechterpartei“ denn stehe? „Es ist ein Hobby, nicht mehr und nicht weniger“, erklärte Schneider, nachdem er abermals die Geschichte zum Besten gab, wie er sich als Bub‘ beim Denver-Clan-Gucken in Joan Collins‘ Nobelkarosse verknallte. Nein, Etienne ist nur ein Oldtimersammler wie du und ich und ansonsten ein Sozialistenmensch, erster Güte: „Ich fühle mich in der LSAP seit meinem 18. Lebensjahr sehr wohl und werde mindestens bis zu meinem 80. dort bleiben“. Und zwischendurch mal Premier werden? Er sei 2018 jedenfalls Kandidat für die LSAP-Spitzenkandidatur, was aber die Partei entscheide, welche das Land garantiert nicht wie die CSV „mit einer gefaktenen Kandidatenkür nerven“ werde. A propos größte Dauerkritikpartei: „Was uns die CSV vorwirft, ist mir ziemlich egal“, feixt Etienne, der mit einer vollen Breitseite gegen den CSV-Spitzenmann abschließt. Der sei zwar zehn Jahre Minister gewesen, aber nur die wenigsten würden sich daran erinnern, „was er in dieser Zeit umgesetzt hat“, weshalb Claude W. auch nicht der richtige Zukunftsbereiter sei. Uns dünkt, das 2018er Rennen wird noch viel grauseliger als der Denver-Clan.