Ein volles Haus konnte Bürgermeisterin Lydie Polfer gestern begrüßen, als es um die Vorstellung des verwaltungstechnischen Vorprojektes für das neue Fußballstadion ging. Die Pressebank im Rathaus der Hauptstadt war voll besetzt, auf der anderen Seite fanden sich neben Lydie Polfer, die beiden Minister Romain Schneider (zuständig für Sport) und François Bausch (Nachhaltigkeit und Infrastrukturen), Infrastrukturschöffin Simone Beissel sowie weitere Mitarbeiter, um die endgültige Lösung für eines der langwierigsten luxemburgischen Bauvorhaben vorzustellen. Die deutsch-luxemburgische Arbeitsgemeinschaft der Büros Gerkan Marg + Partner und BENG hat bis April 2015 einen Masterplan erarbeitet, der neben dem Bau des Stadions auch die Anlagen für die Tram-Endstation, ein P&R-Parkhaus und ein Gebäude für das städtische Sportamt vorsieht. Die neue Brücke von der „Cloche d‘Or“ nach Kockelscheuer war schon vorher geplant. Das definitive Vorprojekt soll bis Januar 2016 vorliegen. Das Stadion soll zum Jahresende 2018 fertig sein. Sie sei ganz optimistisch, so die Bürgermeisterin, diesen Zeitplan einhalten zu können.
Martine Vermast, die Chefin des Bauamtes stellte die Kerndaten vor, wobei sie darauf verwies, dass die nötigen Änderungen am Allgemeinen Bebauungsplan bereits am Montag vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Das Stadion wird den Vorgaben der UEFA und des europäischen Rugbyverbandes entsprechen und über 9.595 überdachte Sitzplätze verfügen. Die Baukosten für das Stadion werden zwischen dem Sportministerium (38.932.782 Euro) und der Stadt Luxemburg (19.230.985 Euro) aufgeteilt.
Nach der konkreten Planung sind die Kosten gegenüber der ersten Kalkulation um 20 Prozent angestiegen. Die Hauptstadt übernimmt auch die Kosten für die Vorbereitung des Baulandes in Höhe von 4,92 Mio. Euro. Zu Lasten der Straßenbauverwaltung geht die provisorische Verlegung der Straße (CR 186) nach Kockelscheuer für 1,49 Mio. Euro.




