LUXEMBURG
SAM BERNARD

Die „Association Luxembourgeoise des Etudiants en Psychologie“ lädt am 29. März zu einem Infoabend über den Psychologenberuf und die Studienmöglichkeiten ein. Wir haben in diesem Zusammenhang mit dem Präsidenten der Vereinigung, Sam Bernard gesprochen. Die ALEP gibt es seit 21 Jahren, sie zählt mehr als 60 Mitglieder und gehört der europäischen Föderation der Zirkel der Psychologiestudenten (EFPSA) an.

„Die ALEP organisiert jährlich einen Informationsabend für Schüler, Studenten, deren Eltern und alle, die sich für das Thema interessieren. Wir schaffen somit eine Gelegenheit in Kontakt mit Psychologen und Psychologiestudentinnen und -studenten zu treten und demnach aus erster Hand zu erfahren, wie sich ein Studium und der Arbeitsalltag von Psychologen gestalten. Wir freuen uns in diesem Sinne für unseren Abend am 29. März ab 19.00 am Sitz der BGL BNP Paribas in Kirchberg Prof. Dr. André Melzer, der an der Uni Luxemburg den ‚Bachelor en Psychologie‘ leitet, zu einem Gastvortrag begrüßen zu dürfen. Weitere Gäste werden Dr. Charles Benoy, ein ehemaliges ALEP-Mitglied und leitender Psychologe an der Universitätspsychiatrie in Basel, Khashayar Pazooki , Experte im Bereich Neuropsychologie und Paul Braquet, Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologe bei der Encevo-Gruppe sein. Auch letzterer ist ein ehemaliges ALEP-Mitglied.

Die Diversität bei den beruflichen Aufgaben unserer Gäste zeigt bereits, dass es viele unterschiedliche Spezialisierungen und Einsatzbereiche in der Psychologie gibt.

Allein die Uni Luxemburg bietet zwei verschiedene Psychologie-Master an, einen in der psychologischen Intervention, welchen ich derzeit absolviere und einenden in Bewertung und Assessement. Letzterer setzt den Fokus auf quantitative Forschungsmethoden, um Lernkompetenzen und -potenzial sowie Persönlichkeitsstrukturen zu erfassen und bereitet vor allem auf eine Karriere in Personalabteilungen oder Lernzentren vor. Der Master in psychologischer Intervention kombiniert Theorie und praktische Erfahrungen, damit die Studenten später im Gesundheits- oder Schulsystem oder in anderen Feldern, wo psychologische Expertise benötigt wird, einsetzbar sind. Die ALEP bietet ihren Mitgliedern übrigens regelmäßig Möglichkeiten an, sich mit Profis aus diesen verschiedenen Gebieten auszutauschen. Außerdem bringen wir jedes Semester eine Zeitung heraus. Sehr wichtig sind natürlich Praktika. Diese sind allerdings oft schwierig zu finden, weil es in vielen Organisationen keine klar definierten Stellen für Praktikanten aus der Psychologie gibt. Dabei steigt der Bedarf in Zeiten des zunehmenden Drucks in der Arbeitswelt. Laut der Weltgesundheitsorganisation wird 2020 jede zweite Krankschreibung auf Stress zurück zu führen sein. Grund genug für Organisationen, sich mit dem Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter auseinanderzusetzen und die richtigen Strategien zu entwickeln, damit etwa der Stress ausbleibt. Psychologen spielen hier eine zentrale Rolle. Es ist ohne Zweifel ein Beruf mit viel Zukunft und einer Menge unterschiedlicher Einsatzbereiche“.

Anmeldung für den Informationsabend über contact[at]alep.lu oder Facebook