LUXEMBURG
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Wie neugeborene Kälber vor Attacken der Räuber schützen? - Das empfiehlt der Agrarminister

Die Problematik von frisch geborenen Kälbern, die vermutlich durch Fuchsattacken angefressen wurden und an den Folgen verstorben sind, steht im Mittelpunkt einer parlamentarischen Anfrage der CSV-Abgeordneten Martine Hansen an den Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Romain Schneider (LSAP). Hansen weist darauf hin, dass laut Informationen der „luxemburgischen Landwirtschaftspresse“, neue Fälle von Angriffen auf Kälber vermeldet wurden. So sollen innerhalb von drei Wochen „auf der gleichen Weide insgesamt vier Kälber wohl durch den Fuchs gerissen“ worden sein. Auch weitere Vorfälle seien bekannt, sagt Hansen. Um die Risiken und Gefahren für die Kälber zu verringern, sei den betroffenen Landwirten, ihren Informationen zufolge, von der Veterinärverwaltung geraten worden, „die Tiere von der Weide zu nehmen und in einem Stall unterzubringen“. Diese, von der Veterinärverwaltung vorgeschlagene Lösung könne keine „ernst zu nehmende Alternative sein“, hält die CSV-Politikerin weiter fest.

In der nun vorliegenden Antwort sagt der Landwirtschaftsminister: „Es steht außer Zweifel, dass die Weidehaltung die bevorzugte Form der Mutterkuhhaltung ist. Aber Geburt und erste Lebenstage des neu geborenen Kalbes sind einigen Gefahren ausgesetzt und sollten deshalb genauer überwacht werden“. So ist es in manchen Fällen sinnvoll, „Kühe vor der Kalbung einzustallen“. Sobald das Kalb stark genug ist, um auf der Weide klar zu kommen, „können Kuh und Kalb wieder auf die Weide“, sagt der Minister, der die Aussage der Veterinärverwaltung gegenüber der Frage der betroffenen Landwirte in diesem Sinne verstanden haben will.

Weiter weist Schneider darauf hin, dass Fuchsattacken in der Regel „nur auf neugeborene und/oder lebensschwache Tiere verübt werden“, die es demnach besonders zu beschützen gilt.

Neben den von der Parlamentarierin angeführten Attacken wurden nach Schneiders Worten, im laufenden Jahr noch drei weitere Fälle bei der Veterinärverwaltung gemeldet. In den meisten Fällen konnte „nicht festgestellt werden, ob das Tier lebend oder tot angefressen wurde“.

Schließlich weist der Landwirtschaftsminister darauf hin, dass Fuchsattacken „weiterhin bei der Natur- und Forstverwaltung sowie bei der Veterinärverwaltung gemeldet werden“ können.