LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Die Saison 2018/19 in der Philharmonie kündigt sich vielversprechend und vielfältig an

Ein Programm, das immer noch wächst, Publikumszahlen, die sich weiterhin im Anstieg befinden und ein Orchester, das internationale Beachtung findet - und auch die nächste Saison der Philharmonie kündigt sich vielversprechend an. Allen voran gehören selbstverständlich auch diesmal wieder große Namen der klassischen Musik dazu: von den Instrumentalisten Jordi Savall und Lang Lang über die Sopranistin Patricia Petibon bis hin zu Sir Simon Rattle, der mit dem „London Symphony Orchestra“ zu Gast sein wird. Renommierte Orchester wie die Wiener Philharmoniker und das Amsterdam „Royal Concertgebouw Orchestra“ werden zweifelsfrei für volle Konzertsäle sorgen. Gleiches gilt für die Auftritte des „Orchestre Philharmonique du Luxembourg“ (OPL) unter der Leitung von Chefdirigent Gustavo Gimeno.

192.330 Konzertbesucher im letzten Jahr

„Seit vielen Jahren defilieren hier auf Kirchberg die weltweit renommiertesten Orchester, Dirigenten, Ensembles und Solisten. Durch die Philharmonie hat Luxemburg ganz klar seinen Platz auf der Weltkarte der anerkannten Konzerthäuser gefunden“, betonte Kulturstaatssekretär Guy Arendt gestern während der Programmvorstellung. 192.330 Besucher zählte die Philharmonie im letzten Jahr. „Das Programm wird jedes Jahr umfangreicher“, bemerkte Generaldirektor Stephan Gehmacher. Die Zahl der Veranstaltungen ist inzwischen letztes Jahr auf 518 gestiegen.

Lobende Worte richtete Guy Arendt an die Adresse des OPL und sprach von einer „extremen künstlerischen Entwicklung“, die auch in den Artikeln der internationalen Fachpresse Anerkennung finde. Chefdirigent Gustavo Gimeno setzt indes auch in seiner vierten Saison mit dem OPL auf ein möglichst facettenreiches musikalisches Programm. Mehrere herausragende Solisten wie die Sopranistin Anja Harteris, der Violinist Leonidas Kavakos sowie das Klavierduo Katia und Marielle Labèque konnten verpflichtet werden. Des Weiteren ist eine neue CD-Veröffentlichung in Planung, sodass bis zum Ende der Saison 2019/20 bereits fünf Einspielungen erhältlich sein werden.

OPL bleibt wichtiger Bestandteil

Akzente wird das OPL zudem erneut während Auslandstourneen beziehungsweise -auftritten setzen, dies etwa im „Théâtre des Champs-Elysées“ in Paris und der Hamburger Elbphilharmonie. „Wir blicken mit Stolz auf diese Saison zurück, die ja noch nicht beendet ist, und freuen uns auf die nächste. Ich bin sehr stolz auf die Arbeit, die wir geleistet haben. Mit herausragenden Solisten wie dem Pianisten Daniel Barenboim auf der Bühne zu stehen, ist nicht nur ein Privileg, sondern auch eine einzigartige Gelegenheit, zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Dies gilt genauso für das Orchester wie für mich persönlich“, sagte Gustavo Gimeno.

Obwohl klassische Musik ein fester Bestandteil der Philharmonie ist, beschränkt sich das Programm keineswegs nur darauf. Tatsächlich ist das Angebot weit vielfältiger und reicht von Jazz über Worldmusic bis hin zu Kino- und Familienkonzerten. Das erste Festival der Saison „atlântico“ steht im Oktober ganz im Zeichen der Musik der lusophonen Länder, während das „rainy days“ traditionell im November zeitgenössische Musik bietet. Zum Auftakt kommt die deutsche Avantgarde-Band „Einstürzende Neubauten“, derweil die „United Instruments of Lucilin“ und die „Noise Watchers“ Werke luxemburgischer Komponisten zur Uraufführung bringen. In der Konzertreihe „Urban“ wird diesmal unter anderem ein Augenmerk auf den isländischen Klangkünstler Olafur Arnalds sowie den Jazzpianisten Chilly Gonzales gerichtet. Seit drei Jahren empfängt die Philharmonie nun auch schon „Artists in residence“. In der Saison 2018/19 werden die Pianistin Yuja Wang, der Dirigent Philippe Herreweghe und der Jazz-Allrounder Brad Mehldau begrüßt.

„Die Philharmonie hat eine doppelte Mission, einerseits fördern wir unser Orchester, andererseits ist es uns ein Anliegen, die besten Musiker der Welt nach Luxemburg zu bringen. Gleichzeitig ist es uns aber auch wichtig, Luxemburger Talente und insbesondere Nachwuchsmusiker zu unterstützen, ihnen eine Plattform zu bieten, ihnen aber ebenso dabei zu helfen, sich außerhalb Luxemburgs zu zeigen“, erklärte Gehmacher. Gemeinsam mit dem OPL stellt etwa Pascal Schumacher sein neues Projekt „Rosace.8“ vor. Das „Luxembourg Jazz Orchestra“ teilt sich bei einem Latin-Jazz-Abend die Bühne mit dem weltbekannten „Michel Camilo Trio“. Mit Gast Waltzing und Angélique Kidjo kehren außerdem zwei wohlvertraute Gäste zum OPL zurück.

Das junge Publikum wird in der kommenden Saison ebenfalls ein gut gefülltes Angebot vorfinden. So sind unter anderem neun Produktionen in Zusammenarbeit mit dem OPL geplant.

Das Programm in allen Details unter www.philharmonie.lu