LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Zürcher Bal: 59. Ausgabe am 25. Dezember – Ticketverkauf läuft

Es gibt ihn seit gefühlten Ewigkeiten, dennoch hat er an Beliebtheit kaum eingebüßt. Die Rede geht vom „Zürcher Bal“, der seit 1960 vom Zirkel der Luxemburger Studenten in Zürich ausgerichtet wird. Am Weihnachtsabend nehmen Tausende Studenten die Gelegenheit wahr, sich für den größten Studentenball in Luxemburg so richtig in Schale zu werfen und bis in die Morgenstunden hinein zu feiern.

Seit 2015 bietet sich diese Gelegenheit in der Luxexpo. Im vergangenen Jahr konnten die Organisatoren dort 3.750 Partygänger begrüßen. 2016 war ein Rekordjahr mit rund 4.250 Gästen.

Ein Mega-Event, an dem der LSZ seit vielen Monaten plant. „Da sind schon ein paar hundert Schichten geschoben worden”, erklärt Pit Bechtold, der Webmaster und Kommunikationsmann der Luxemburger Studenten in Zürich. Rund 80 Leute helfen mit, um alles zu organisieren und aufzubauen.

Wobei nicht nur die Location, die Verpflegung und die Musik bestellt werden wollen: An diesem Abend sind 17 Bus-Shuttles von Emile Weber unterwegs. „Wir wollen ja, dass die Gäste sicher an- und auch wieder heimkommen“, sagt Bechtold, der zudem über einige Neuerungen berichtet. So gibt es im Außenbereich ein kleines „Foodvillage“. Neu ist auch die „Lounge“, die zum Plausch in etwas weniger lautem Ambiente einlädt. Laut Bechtold gibt es in diesem Jahr mehr Abwechslung bei der Verpflegung. Für die Musik sorgen die Coverband „The Noisemakers“ und die DJs FlexDiamond und PeroDiamond. Eintritt ist – exklusiv für Leute ab 18 - ab 21.00, die Party geht am 26. Dezember um 4.00 zu Ende. 20 Euro kostet der Eintritt für Studenten, 25 für Außenstehende. Der Ticket-Vorverkauf läuft!

Ein Markenzeichen des „Zürcher Bal“ ist der feierliche Dresscode. Für Damen sind etwa Abendkleider oder Jumpsuit Pflicht, für Herren Anzüge mit Krawatte oder Fliege. Es sei bemerkt, dass es nicht gestattet ist, an der Abendkasse in Jeans oder so die Eintrittskarten abzuholen und dann später in „Tenue Correcte“ zurück zu kommen. Dei Organisatoren behalten sich vor, „Leute, die dem Wesen des Balls nicht angepasst sind“, den Eintritt zu verweigern.

Den Zirkel der Luxemburger Studenten in Zürich gibt es bereits seit 1930. Der Verein zählt heute um die 120 Mitglieder. Die schweizerische Stadt hat seit jeher mit ihrer 1833 gegründeten Uni und ihrer ab 1855 aufgebauten Eidgenössischen Technischen Hochschule viele Luxemburger angezogen. Besonders jene, die Ingenieurswissenschaften studieren wollten.

„Auch andere Zirkel hatten einen Ball und wir sagten uns, warum nicht auch die Zürcher?“, erinnert sich Jean-Pierre Wagener der von 1959 bis 1960 Präsident des LSZ war. Die Idee sei bei einer Versammlung der „Anciens“ zum 30. Jubiläum des Zirkels gekommen, die sich regelmäßig im Bahnhofsgebäude trafen.

Viel Handarbeit

Er lacht viel, wenn er die Entstehungsgeschichte der Feier erzählt, die damals umständlich auf die Schiene gebracht werden musste – Kommunikationsmittel wie heute gab es damals ja noch nicht. Da mussten Plakate in Handarbeit gemalt werden, man musste sie verteilen und ziemlich alles selbst arrangieren. Für das erste Event hatte man die Messehalle auf Limpertsberg gebucht.

Die Leute standen Schlange

Aber, ob das klappen würde, ein Ball an Weihnachten? „Der Kassierer traute sich nicht, an Ort und Stelle zu kommen“, erzählt Wagener, „bis wir ihn abholten, er solle doch bitte kommen, die Leute würden Schlange stehen“. Am Ende sei auch noch ein Überschuss von 13.000 Franken in der Kasse geblieben. Das motivierte natürlich für weitere Ausgaben. Der „Zürcher Bal“ hatte seinen Platz unter den Studentenevents gefunden.

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