LUXEMBURG
JEFF KARIER

Der neue IKEA-Katalog greift aktuelle Trends auf und wirkt dabei wie ein Kundenmagazin

Am Wochenende wurde der neue IKEA-Katalog in Luxemburg und Belgien an die Haushalte verteilt und jene, die ihn bisher noch nicht bekommen haben sollten, werden diesen wohl in den kommenden Tagen erhalten. Der 324 Seiten umfassende Katalog preist nicht nur Stühle, Tische, Lampen, Sessel, Teppiche Gläser, Kerzen und vieles mehr an, er verkauft fast schon ein Lebensgefühl. In nahezu jeder Studentenwohnung findet man die Möbel der schwedischen Giganten und laut einer noch jungen Internetweisheit steht hinter jedem erfolgreichen YouTuber ein IKEA-Regal.

Im Katalog werden aktuelle Trend nicht nur aufgegriffen, sie werden auf das Wesentliche reduziert und somit noch einmal verstärkt nach außen getragen, in die Wohnungen und Häuser der Kunden. Durch ein geschicktes Marketing, bei dem auch die Gestaltung und Aufbau der Kataloge eine zentrale Rolle spielen, hat es IKEA so geschafft vom Billigmöbel-Unternehmen zum Verkäufer eines ganzen Lifestyles zu werden.

Dem Zeitgeist entsprechend

Entsprechend gespannt wird jedes Mal die Neuauflage erwartet. Das Resultat der Arbeit von angeblich rund 100 Redakteuren lässt sich sehen, entspricht es doch erwartungsgemäß dem aktuellen Zeitgeist und ist hüsch anzusehen. Themen wie „Essen zum genießen“ oder „Unter Freunden ist es am schönsten“ werden ebenso aufgegriffen wie „Leben im geordneten Chaos“. So sind flexible Lösungen für kleine Räume mit multifunktionalen Möbeln genauso ein Schwerpunkt wie die sinnvolle Nutzung von übergroßen Räumen, wie etwa Lofts.

Gegliedert ist der Katalog dabei in 13 Geschichten. Diese sollen laut Unternehmensangaben den Kunden inspirieren. Das mag auch gelingen, nur wird man bei der Masse an Bilder und damit einhergehenden Gestaltungsideen erschlagen. Aber das kennt man auch nicht anders von einem IKEA-Geschäft. Die Schweden halten aber dieses Jahr einige Produktneuheiten bereit. Etwa das Fahrrad „Sladda“ für voraussichtlich schlappe 800 Euro. Der puristische Drahtesel ist somit der neuste Beweis, dass IKEA nicht gleich billig ist. Ob der Preis berechtig ist, sollte jeder selbst beurteilen. Eine weitere Neuerung ist der Lachsburger, der den Sprung raus aus dem Wasser rauf auf die Speisekarte der IKEA-Restaurants geschafft hat. Wohl bekomms!


www.ikea.be