BARTRINGEN INGO ZWANK

Für einen guten Zweck trifft im „Windsor“ in Bartringen indische auf luxemburgische Küche

Green Sunday“, „Spicy Fabergé“, „Rich Spice’n Fish“ oder auch „Holy Cow“: Bis zum 10. Juni wird die Küche von Jan Schneidewind im Restaurant „Windsor“ von indischen Einflüssen beherrscht. „Es präsentiert sich eine indisch-luxemburgische Zusammenarbeit“, sagt der bekannte Koch Schneidewind. Surajit Gomes, indischer Spitzenkoch mit internationaler Erfahrung, verstärkt die Küchencrew in Bartringen und wird den „Taste of Bombay“ ins Großherzogtum bringen.

Starke indische Gemeinschaft

In Luxemburg besteht bereits seit Jahren eine starke indische Gemeinschaft, die sich 1991 mit der Gründung der India Association Luxembourg (IAL) erstmals formell organisierte. Ziel dieser Organisation ist es, als kulturelle Plattform für die indische Gemeinschaft in Luxemburg zu dienen. Hierbei soll vor allem die Freundschaft zwischen Indien und Luxemburg gestärkt werden.

Auf Zusammenarbeit und Kooperation ist auch die 2009 gegründete Indian Business Chamber of Luxemburg ausgelegt. Diese will naturgemäß vor allem die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern stärken. Und um dieser Verbundenheit auf dem gastronomischen Sektor entsprechend Ausdruck zu verleihen, wurde die kulinarische Zusammenarbeit von Schneidewind und Gomes beschlossen. „Es lag uns am Herzen, nicht nur den luxemburgischen Einwohnern die indische Gastronomie näher zu bringen, sondern auch der indischen Bevölkerung etwas zurückzugeben“, betont Schneidewind bezüglich der Idee und der nun umgesetzten Kooperation. Doch es war etwas Arbeit, die indische Küche in Luxemburg „ankommen zu lassen. Wir haben uns gute zwei Wochen darauf vorbereitet und etliche Stunden Probe gekocht“, sagt Schneidewind mit einem Lächeln. Denn mal wollte schon den Geschmack und die Küche etwas anpassen: „Für den europäischen, also unseren Geschmack, wird zum Beispiel nicht alles durch und durch gegart.“ So treffen nun Jakobsmuschel auf Kichererbse und Curry, denn „ich wollte darauf achten, dass man bei uns gastronomisch passend mit indischem Background essen kann“, bekräftigt Schneidewind mit Blick auf das Menü, dass unter anderem „Ravioles d’Asperges et Courgettes Bombay en Salade d’Épices“ oder „Boeuf aux Aromates de Bombay & trois Sauces délicieuses“ beinhaltet.

Gerichte für den guten Zweck

„Und das erwähnte ‚Zurückgeben‘ stellt sich in der Form dar, dass wir von jedem bestellten Taste of Bombay-Menü fünf Euro an die Apotheker ohne Grenzen Luxemburg spenden werden. Diese unterstützen mit dem gesammelten Betrag die indische Organisation Prasoon, ein Projekt, das unter dem Motto ‚Ausbildung für Generationen‘ läuft und sich hier vor allem im Bereich der Ausbildung der Kinder engagiert. In dieser Zusammenarbeit mit den Apothekern ohne Grenzen Luxemburg können wir sichergehen, dass das gespendete Geld auch ankommt und für den geplanten Zweck verwendet wird.“

Gomes findet es eine tolle Herausforderung im „Windsor“: „Es ist eine schöne Idee.“ Auf die Frage hin, wodurch sich denn die indische Küche besonders auszeichnen würde, sagt Gomes: „Wir arbeiten vor allem mit sehr, sehr frischen Produkten - auch beim Fleisch. Da ist es sehr gut, dass man hier in Luxemburg gute Adressen und Lieferanten hat, die diese Frische garantieren“, betont Gomes, während er sich mit einem Fischfilet beschäftigt.

Nach seinen kulinarischen Ausflügen in die chinesische und nun die indische Küche hat Schneidewind auch schon weitere Ideen in der Schublade: „Im Mai reise ich nach Istanbul. Ich werde mich in der türkischen Küche umschauen und vielleicht wird sich etwas ergeben…“, lacht Schneidewind.


Restaurant Windsor - 5, rue des Mérovingiens, 8070 Bartringen;

Tel.: 00352-263993 - www.windsor.lu