LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Nach dem Film nun also auch noch die Lebensstory über den dienstältesten „Foreign Affairs“-Minister der westlichen Hemisphäre: Die österreichische Journalistin Margaretha Kopeinig hat „Merde alors! Jean Asselborn – eine politische Biographie“ geschrieben. „Jean Asselborn redet gerne und viel und lang, so ist der Mann – und schließlich gehört das auch zu seinem Beruf als Außenminister, der ihm längst zur Berufung geworden ist“, schreibt das „T“ in einer Rezension zum Werk. Auch wenn „Merde alors!“ – den Fluch schleuderte Asselborn einst dem ultrarechten Italo-Innenminister Salvini ob dessen Gefasel gegen Migranten aus Afrika entgegen - das Beiwort „politisch“ schmücke, werde „auch auf den Jang im Jean“ geblickt, der nun schon fast 16 Jahre auf einem „Parforce-Ritt durch die Weltgeschichte“ düst. Und ordentlich „Nation Branding mittels Diplomatie nach Jang-Art“ betreibt, „wo verbale Provokationen sich mit Kompromissfähigkeit ebenso verbinden wie persönlicher Ehrgeiz mit der Unabdingbarkeit einer humanistischen, auf dem Multilateralismus gründenden Politik“. „Mit äußerster Disziplin weiterzukommen, es sich selbst zu beweisen und den anderen erst recht“, das sei die Antriebskraft hinter Asselborns Tun und Wirken. Wetten, dass die Autorin bereits eingeladen wurde, mit dem „Jang“ den Mont Ventoux hochzustrampeln...