LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die CFL strebt eine bessere Betreuung der Kunden ab dem 1. März 2020

Am 1. März kommenden Jahres wird im Luxemburg der öffentliche Transport bekanntlich gratis. Diese Änderung wird mit einer Reihe von Neuheiten im Hinblick auf den Empfang der Kunden sowie den Verkauf der einzelnen Leistungen der nationalen Eisenbahngesellschaft einhergehen, die Mobilitätsminister François Bausch und Marc Hoffmann, für die „Activités Voyageurs“ verantwortlich zeichnender Direktor der CFL, gestern auf einer Pressekonferenz in Luxemburg-Kirchberg vorstellten.

Das Hauptziel der CFL-Strategie fußt auf der Zufriedenheit der Kunden und spielt sich in erster Linie in folgenden Bereichen ab: die Sicherheit, die Qualität, die Innovation, das Know-How, die Performanz.

So setzt die CFL voll auf innovative Mittel, um ihre Kundschaft bestmöglichst zu begleiten. Alle Mitarbeiter, die in direktem Kontakt mit den Bahnkunden stehen, werden mit Tablets ausgestattet werden, die eine größere Disponibilität der CFL-Mitarbeiter für die Kunden gewährleisten sollen.

Acht CFL-Verkaufsschalterwerden geschlossen

In enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern haben die CFL die Missionen des Zugbegleitpersonals sowie des Empfangspersonals („Agents d’accueil/chefs de surveillance“) auf den Bahnsteigen, in den Bahnhöfen und an den Haltestellen überarbeitet. Das CFL-Personal soll künftig die Kunden noch besser begleiten, indem es mehr Präsenz zeigen wird.

Der Verkauf von nationalen, regionalen und internationalen Fahrkarten und Abonnements wird nach der Schließung der Verkaufsschalter in Bettemburg, Petingen, Rodange, Mersch, Ettelbrück, Clerf, Ulflingen und Wasserbillig spätestens ab dem 1. März kommenden Jahres nur noch in Luxemburg-Stadt (täglich geöffnet von 5.00 bis 21.30) und in „Belval-Université“ (von montags bis freitags von 6.15 bis 19.45 geöffnet) erfolgen.

TICE-Verkaufspunkt für CFL-Fahrscheine in der Minettemetropole

Im Bahnhof in Esch-Alzette soll ein TICE-Verkaufspunkt für Fahrscheine der ersten Klasse sowie für grenzüberschreitende Bahntickets eingerichtet werden. Rund um die Uhr können Bahnkunden auf den online-Ticket-Verkauf, auf die Internetseite www.cfl.lu und das „Call Center“ sowie die verschiedenen CFL-Apps zurückgreifen.

Um eine vorbildliche Kundenbetreuung zu ermöglichen, will die CFL neben den genannten Kanälen auf innovative Werkzeuge zurückgreifen. Das AURIS (Automatisches Reisenden-Informationssystem) wird in den Bahnhöfen und an den Haltestellen eingeführt und der WiFi-Zugang sowohl in den Bahnhöfen und an den Haltestellen sichergestellt werden.

Video-Kameras sollen in den Bahnhöfen und in den künftigen P&R-Auffang-Parkplätze eingerichtet werden. Des Weiteren sollen die Bahnsteige mit Notruf-Säulen ausgestattet werden.

Von der Schließung der genannten Verkaufsschalter sind nach Worten von CFL-Direktor Hoffmann 16 Personen betroffen. Die betroffenen Mitarbeiter haben die Wahl, einen Posten als „Agent d’accueil/chef de surveillance“ oder in einem von der Schließung nicht betroffenen Verkaufsschalter anzunehmen oder werden auf einen anderen Posten bei der CFL versetzt.

Mobilitätsminister François Bausch meinte gestern klar und deutlich, dass „der Zugbegleiter auch nach dem 1. März 2020 ein Zugbegleiter mit einer qualitativ hochwertigen Mission bleibt und kein Hilfssheriff ist“. Die Sicherheit bleibe nach wie vor Aufgabe der Polizei, sagte der Minister, die Polizei werde künftig häufiger in den Zügen präsent sein.