BELES
GAST. SPECK

Neue Sportanlagen für die Ortschaft Sanem -

Zu Beginn der Sassenheimer Gemeinderatsitzung am Freitag ließ Bürgermeister Georges Engel (LSAP) wissen, dass man sich am 10. Juli mit Nachhaltigkeitsminister François Bausch zu Gesprächen über die seit geraumer Zeit geplante Umgehungsstraße von Bascharage - die über das Territorium von Sassenheim führen soll - getroffen hatte.

Seinen Aussagen nach sei man dabei, Messungen im Bereich Schadstoffemissionen und Lärmpegel durchzuführen. Die Resultate würden im Oktober in die Verwaltungsprozedur gehen und anschließend im Februar kommenden Jahres im Beleser Rathaus veröffentlicht werden.

Forstverwaltung setzt auf nachhaltige Nutzung der Wälder

Anschließend ging es um die Bewirtschaftung der kommunalen Wälder für die Zeitspanne von 2015 bis 2024. Drei Mitarbeiter der Forstverwaltung erläuterten dem versammelten Gemeinderat, was denn nun mit den 83,8 Hektar, die im Besitz der Gemeinde sind, in den kommenden zehn Jahren geschehen wird. Da man nur über wenig Wald verfüge, so Förster Claude Assel, müsse eine nachhaltige Nutzung gefördert werden. Seiner Meinung schlossen sich alle Räte an und stimmten für das Projekt.

Gleiches galt für die Billigung des Baus von vier Einfamilienhäuser in der Flur „Réimerwiss“ sowie für ein Einfamilienhaus und ein Apartmenthaus mit vier Wohnungen in der Rue de France in Beles.

Mehrzweck-Sporthalle in Sanem

Auf dem freien Gelände zwischen der bestehenden Mehrzweckhalle und dem Fußballfeld soll abseits der Niederkorner Straße in Sanem eine so genannte „Multisporthalle“ für insgesamt 9.875.000 Euro entstehen. Die Sportstätte, so Engel, soll neben dem renovierten Kunstrasenfeld errichtet werden, um auf diese Weise die Nutzung der „Buvette“ bei Fußballspielen und bei Veranstaltungen in der Halle zu gewährleisten.

Kletterturm wandert von Sanem nach Zolwer

Dieses Vorhaben war bereits anlässlich einer Gemeinderatssitzung im Februar 2014 vorgestellt worden. Damals war zum Unmut der Anwohner ebenfalls die Errichtung einer Kletteranlage vorgesehen. Sie befürchteten, dass diese Konstruktion die ländliche Umgebung „verschandeln“ würde.

Mittlerweile, so der Bürgermeister, habe die Gemeinde ein Gelände auf Zolwer/Scheuerhof unterhalb des CFL-Bahnhofs erstanden, das sich für die Errichtung der Kletteranlage bestens eigne.

Also kein Kletterturm in Sanem, dafür aber ein unvorhergesehener Kostenaufwand für die Verlegung einer Hochdruck-Gasleitung, die schräg über das Baugelände in Richtung der Cité de Tornaco verläuft. Zudem müssen 12.000 Tonnen verseuchte Erdmassen auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern entsorgt werden, ein Vorhaben, das allein schon mit fast einer Million Euro zu Buche schlägt.

Da der Bau der Sporteinrichtungen abseits der Straße erfolgen wird, sollen an der Straßenfront 17 Parzellen für die Errichtung von Einfamilienhäusern mit einer Breite von sieben bis zehn Metern und einer Tiefe von rund 34 Metern entstehen. Lediglich in der Mitte des Gürtels, gegenüber der Rue de Tornaco wird man einen Platz anlegen, mit Blick auf die neue Mehrzwecksporthalle.

Genügend Parkraum

Die dort vorhandenen 53 Parkplätze, so Engel weiter, werden verschwinden, jedoch durch Schaffung neuen Parkraums reichlich aufgewogen. Vorgesehen ist darüber hinaus ein Fußgänger- und Radweg entlang des Bachs, vom Kulturzentrum über die Allzweckhalle und das Multisportzentrum bis hin zum Schloss.

Da die Gemeinde Sassenheim eine Genehmigung
für die Errichtung eines Untersuchungsgefängnisses
auf ihrem Territorium erteilt hat, kommt sie in den Genuss von finanziellen Unterstützungen in Höhe von
70% für die Verlegung und Renaturierung des Baches durch Wasserwirtschaftsamt und für die Errichtung der neuen Sporthalle - ohne Außenanlagen - durch
das Sportministerium.

Optimal für alle Ballsportarten

Die Multisporthalle erreicht eine Bodengesamtfläche von rund 2.200 Quadratmetern. Mit ihren Abmessungen von 25 x 45 x 7,25 Metern wird sie für die Ausübung jeglicher Ballsportarten geeignet sein.

Wechsel bei den Grünen

Für Dagmar Reuter-Angelsberg (déi gréng) war nach 18 Jahren Zugehörigkeit zum Sassenheimer Gemeinderat am Freitag Schluss. Sie dankte all ihren Mitstreitern für die stets faire Zusammenarbeit und auch dem Gemeindepersonal für seine immer vorhandene Zuvorkommenheit in allen Bereichen. In Zukunft möchte die langjährige Rätin und zeitweilige Schöffin und Abgeordnete ihrer Familie mehr Zeit widmen.

Die Sprecher aller im Rat vertretenen Fraktionen und auch Bürgermeister Georges Engel dankten der scheidenden Rätin für die vielen Projekte, die sie in all den Jahren mitgetragen hatte, und wünschten ihr für die Zukunft nur das Allerbeste.

Ihre Nachfolge wird Chantal Faber-Huberty mit der ersten Ratssitzung nach den Ferien antreten.