NÜRBURG
MADY LUTGEN

Andre Lieberberg, Hauptorganisator des Festivals „Rock am Ring“ im JOURNAL-Interview

Das Festival Rock am Ring wurde erstmals im Jahr 1985 von Marek Lieberberg (MLK Konzertagentur) veranstaltet und war ursprünglich als ein einmaliges Ereignis geplant. Aufgrund des großen Erfolges (75.000 Zuschauer) entschloss man sich jedoch, diese Veranstaltung jedes Jahr stattfinden zu lassen. 2002 übernahm dann Mareks Sohn André Lieberberg die Geschäftsführung. Der 36-jährige Andre erwarb im Herbst 2001 sein Master-Diplom der Medien- und Kommunikationswissenschaften am Goldsmiths College der University of London, er besitzt umfangreiche Berufserfahrungen innerhalb der Marketing-Abteilungen von MTV Europe und Universal Music International in London sowie bei Epic Records in New York.

Warum haben Sie sich dieses Jahr zu einem etwas anderen Programm entschlossen?

André Lieberberg: Wir wollten das Programm etwas vielfältiger gestalten, damit wirklich jeder etwas davon hat. Von Rock bis zu Pop ist alles dabei. Das findet man so nirgendwo. Wir bieten dieses Jahr auch Bands die Möglichkeit an, einen „Headliner Slot“ zu spielen, die sonst nicht die Chance dazu hätten. Es funktioniert sehr gut, das Publikum nimmt diesen Wechsel an, doch die Mega-Bands werden wir nicht vergessen.

Es ist die Mischung, die es macht. Nächstes Jahr sind vielleicht wieder „Stadien“ -Bands dabei. Die Nachfrage nach den Giganten wie „Metallica“ ist enorm, diesen Wünschen müssen wir natürlich folgen. Dieses Jahr hatten die Besucher (des Rock am Ring) die Möglichkeit viele neuen Bands, die unserer Meinung nach enormes Potential haben, kennen zu lernen.

Was macht „Rock am Ring“ so erfolgreich?

Lieberberg: Naja, wir arbeiten sehr eng mit den Bands zusammen, das Feedback ist uns sehr wichtig. Ich habe nach dem Konzert von „30 Seconds to mars“ noch mit Jared Leto gesprochen um seine Impressionen einzufangen, aber auch ihm war es wichtig meine Meinung zu hören, wo „Rock am Ring“ steht und wie wir es sehen. Hier, bei Rock am Ring sind so viele Presseleute, da ist es sehr wichtig für die Bands von denen „gepusht“ zu werden. Das wissen auch die Bands und profitieren sehr davon.

Es gibt das Gerücht dass Sie im nächsten Jahr ein viertägiges Festival planen. Was ist da dran?

Lieberberg: Unsere Planungen gehen in diese Richtung, da das Rock am Ring Datum nächstes Jahr auf den Pfingstmontag fällt. Es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, da wir viele Besucher haben die bereits dienstags vor dem Festival anreisen, alle Fans würden davon profitieren. Es ist noch nichts sicher aber wir denken ernsthaft über diese Möglichkeit nach.

Haben Sie denn bereits Namen für „Rock am Ring 2014“?

Lieberberg: Nein wir hatten noch keine Zeit, es gibt schon einige Verhandlungen, sicher ist aber noch nichts. Erst im Januar geht’s dann richtig mit dem Booking los, dann werden auch die ersten Namen stehen.

Wie lange bauen Sie auf und ab?

Lieberberg: So ungefähr zwei Wochen im Voraus werden die Bühnen aufgebaut und auch zwei Wochen danach wieder abgebaut. Die Planung für 2014 fängt sofort nach dem letzten Konzert, noch am Sonntag an. Mady Lutgen