NIEDERKERSCHEN
GASTON FREYMANN

Gemeinde Käerjeng erwirbt LTPS-Gebäude - Neue Räume für die Musikschule

Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Kauf des Gebäudes, in dem die letzten Jahre das LTPS („Lycée technique des professions de la santé“) untergebracht war. Es war bekannt, dass die Gemeinde
Käerjeng seit längerem am Kauf dieses zentral gelegenen Gebäudes interessiert war, um dort die Musikschule unterzubringen.

Die Gemeindeverantwortlichen waren nicht begeistert davon, dass in den letzten Jahren die Musikkurse in sechs (!) Gebäuden in den verschieden Ortschaften der Fusionsgemeinde stattfanden. Mit dem Kauf des LTPS-Gebäudes bietet sich die Möglichkeit die Musikschule zu zentralisieren.

Député-maire Michel Wolter (CSV) hob vor allem den interessanten Verkaufspreis hervor, der bei 1,3 Millionen Euro liegt, wenig für eine modulare Konstruktion, die nicht mal zehn Jahre alt ist und der eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren vorausgesagt wird und die sich in einem einwandfreien Zustand befindet.

Interessant ist auch die verfügbare Fläche von immerhin 1.800 Quadratmetern, die nicht völlig für die Musikschule benötigt wird und weitere Möglichkeiten bietet.

Das Gebäude könne bereits ab dem Schulbeginn im Herbst genutzt werden, da zu dem Zeitpunkt die Um-und Ausbauarbeiten am neuem LTPS, in der früheren Cito-Schule abgeschlossen sind und das Gebäude bezugsfähig sei.

Finanziell interessant

Tests hätten auch ergeben, dass es bei der modularen Konstruktion keine Probleme in punkto Akustik gibt, was seitens des Direktors der Musikschule bestätigt wurde.

Seitens der staatlichen Behörden war der Wert der Immobilie auf 3,35 Millionen Euro festgesetzt worden. Die Kosten für den Abbau der Konstruktion und die Instandsetzung des Grundstücks, wo das Gebäude steht, hätten mit zwei Millionen Euro zu Buche geschlagen.

Wolter ist sich jedoch bewusst, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden müssen, um die Räume dem neuen Verwendungszweck anzupassen.

Studentenwohnungen in der Villa Bofferding?

In der Villa Bofferding, in der sich augenblicklich sowohl die Musikschule als auch die Räume der lokalen Amiperas-Sektion befinden, stehen große und kostspielige Renovierungsarbeiten an. Die Amiperas habe auch die Möglichkeit, ihre Aktivitäten in das LTPS-Gebäude zu verlegen, hieß es weiter. Zurzeit hat die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, ob das Gebäude als Studentenwohnheim genützt werden kann, ehe weitere Schritte in der Villa Bofferding unternommen werden.

Jedenfalls sei das Wohnungsbauministerium an dem Projekt interessiert, so Wolter, er habe von Seiten des Staates eine mündliche Zusage erhalten. Die staatliche Kostenbeteiligung für die Gestaltung der Studentenwohnungen dürfte bei 70 Prozent liegen.

Fußball: Vierter Kunstrasenplatz

Im Rahmen des Baus des „Käerjenger Treff“, für den die Sporthalle „André Siebenbour“ abgerissen wird, muss auf Grund der Dimensionen das frühere Spielfeld des Niederkerschener Fußballvereins hinter der Halle, das zum Training genutzt wird, neu ausgerichtet werden.

Dies war bereits bei der Erstellung des Sportprojekts „Käerjenger Dribbels“ vorgesehen, wurde jedoch aus finanziellen Gründen aufgeschoben. Somit wird der ausgediente, durch ein neuen Kunstrasenplatz ersetzt. Die neue Anlage entspreche der neuen Generation und biete den Vorteil, dass die Qualität besser und der Unterhalt wesentlich einfacher sei, als es dies noch vor Jahren war.

Die Lebensdauer des Kunstrasens dürfte bei zehn Jahren liegen, bei einer normalen Nutzung von 2.000 Stunden im Jahr. Beim Unterbau des Terrains habe man dem bestehenden Überschwemmungsproblem Rechnung getragen. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 1,4 Millionen Euro.