„Es ist das Jahr, in dem das Land erlebte, wie eine „ganz normale“ Demokratie reagiert, wenn die typischen Klüngeleien à la luxembourgeoise an den demokratischen Entscheidungsprozessen vorbei nicht zum Tragen kommen“: Für die Zeitschrift „forum“ geht das Jahr zwischen Wickringen/Liwingen und dem „Crash“ von Schwarz-Rot nach jenem des SREL in die Annalen ein. Das Land kommt aber erst in der demokratischen Normalität an. Das zeigte z.B. eine Umfrage von Ende Juni, bei der 71% der Befragten den Premier für die Geheimdienst-Kapriolen für politisch verantwortlich, aber 54% seinen Rücktritt nicht für erforderlich hielten. Das zeige, so „forum“, dass die Wählerschaft weiterhin eine „Vaterfigur“ brauche, „auch wenn von ihr keine Zukunftsvisionen zu erwarten sind, ja auch nie erwartet wurden, denn wer könnte eine politische Entscheidung des aktuellen Premierministers nennen, mit der fundamentale Weichen“ für die Zukunft gestellt wurden? Hm.(Grübel) Na! Äh... Tatsächlich: Außer Spesen wenig gewesen. Trotzdem: „Das Wahlvolk hofft immer noch, Juncker könne wie in den vergangenen zwanzig fetten Jahren Geld weiterhin mit der Gießkanne verteilen und die Steuern niedrig halten“. Doch die fetten Jahre sind vorbei und der König steht nackt und ratlos da. Höchste Zeit also, dass er Platz macht und sich neue Kleider sucht.