LUXEMBURG
PATRICK WELTER

„Cliärrwer Kanton“ ruft laut nach konkreten Arbeiten an der N7 nördlich von Diekirch

Um es klar auszudrücken: De „Cliärrwer Kanton“ ist sauer und zwar richtig sauer. Der Interessenverein für die Nordspitze des Landes beschäftigt sich zum wiederholten Mal mit dem immer noch ausstehenden Ausbau der nördlichen N7. Seit 2014 wird immer wieder an die Regierung appelliert, konkret an das Nachhaltigkeits- und Infrastrukturministerium, um etwas gegen den verkehrspolitischen Stillstand und die Versäumnisse der Vorgängerregierungen nördlich der „Nordstad“ zu tun.

Der Vorstand des „Cliärrwer Kanton“ fürchtet selbst Bewohner des Zentrums und des Südens mit dem „leidigen Thema N7“ zu langweilen. Wörtlich heißt es danach in der Presseerklärung:

„Derweil im Alzettetal (Bezirk Zentrum!) zielstrebig an einer Neugestaltung der N7 geplant wird, scheint es, als gerieten die Sicherheitsmaßnahmen und Ausbauvorhaben entlang der N7 zwischen „Fridhaff“ und Schmiede ins Stocken. Seit Jahren weiß die Politik, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht. Entlang der Öslinger N7 gibt es zahlreiche Gefahrenstellen. Über 50 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang in den letzten Jahren. Da wurde geredet und angekündigt, Informationsversammlungen abgehalten und Hoffnungen geschürt.

Doch unter dem Strich kann man sich des unguten Eindrucks nicht erwehren, dass die Menschen aus dem Clerfer Kanton hingehalten werden. Auf „Fridhaff“ sollte schon letztes Jahr ein Bypass gebaut werden um den Verkehr in den Stoßzeiten flüssiger zu gestalten. Die Arbeiten sollen nun Mitte 2017 beginnen. Was dies heißen mag ...“

Konkret angesprochen werden in der Presseerklärung auch die Gefahrenpunkte „Dorscheid“ und „Kippenhof“.

„Wir sind es definitiv leid“

Der Interessenverein sieht mittlerweile System hinter der Verschleppung: „Soll das Ösling auf ein Naturreservat reduziert werden? Darf unsere Region keine größere wirtschaftliche Rolle mehr spielen? Brauchen wir keine sicheren Verkehrswege? (…) Wir von (…) „De Cliärrwer Kanton“ sind es definitiv leid immer wieder auf den Sankt Nimmerleinstag vertröstet zu werden!“