LUXEMBURG
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Auf einer Konferenz von Deloitte ging es um Lösungen nach Krisen in der Branche

Schockresistenz und die Anpassung von Logistikprozessen standen auf dem Programm der Konferenz „Change Management und Resilienz in der Lieferkette“ des Clusters für Logistik am 10. Oktober 2019.

Auf der Konferenz von Deloitte Luxembourg erfuhren etwa vierzig Teilnehmer, wie sie die Lieferkette in Krisenzeiten optimieren können. Die Redner betonten die Bedeutung eines Plan B. Luxemburg erweise sich als ein solider Standort, um logistischen Risiken zu begegnen. Darüber hinaus sei das Personalangebot vielfältig.

Laut der Juli-Ausgabe des „Economist“, der im Juli ein Sonderheft zu „global supply chains“ gemacht hat, sind die Risiken durch Rezession, technologische Fortschritte und nationalistische politische Bewegungen real und der Luftfrachtmarkt seit Jahresbeginn rückläufig.

Daniel Küster, Associate Partner & Global bei DHL Consulting, stellte die Strategien von DHL für die Bereiche Entwicklung und Risikoanalyse vor. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn berät zwar hauptsächlich DHL, bietet aber auch Kunden seine Dienstleistungen an. So gibt es Rat zur Wahl des besten Logistikstandortes, verbesserten Abläufen oder Warenfluss. Küster sieht hier Chancen für Luxemburg. Das macht er insbesondere an der „DHL Resilienz-Plattform“ fest, die zu jedem Land einen Risikoindex zwischen 0 und 100 festhält. Luxemburg ist im Vergleich zu seinen Nachbarn gut positioniert, wobei das Risiko mit 19 von 100 Punkten im Vergleich zu den Niederlanden (28), Belgien (31), Deutschland (32) und Frankreich (42) relativ gering ist. Wiederkehrende Streiks in Frankreich und Deutschland haben negative Auswirkungen auf die Gesamtzahl, betont Küster. Selbst Vorfälle wie der Bascharage-Tornado im August werden sorgfältig dokumentiert, da er zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Lieferkette und damit zu Schäden führte.

Martin Kaltenbach, Global Managing Partner bei den in Luxemburg expandierenden IAC Partners und Experte für Change-Management ging auf die Mitarbeiter ein. Eine ablehnende, emotionale Haltung sei normal. Wichtig sei die Begleitung, denn für gewöhnlich gingen die Besten zuerst, warnte er.

Malik Zeniti, Manager des seit nunmehr zehn Jahren bestehenden Clusters for Logstics, präsentierte eine seit September aktive Arbeitsgruppe, die schaut, welche Themen Logistikunternehmen hier beschäftigen. Seit 2013 haben sich deren Aktivitäten auf 280.000 m² ausgedehnt. Handelskammer-Präsident Carlo Thelen unterstrich, dass sein Haus nützliche Indikatoren zur Verfügung stellt.