LUXEMBURG
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Sieben Fragen an den DP-Abgeordneten Edy Mertens

Für unsere diesjährige Sommerserie haben wir uns vorgenommen, eine Reihe von ausgewählten Politikern zu Wort kommen zu lassen. Interessiert haben uns die Fraktionsvorsitzenden bzw. Gruppenanführer der im Parlament vertretenen Parteien sowie die Parteipräsidenten beziehungsweise Parteisprecher - die „Gesichter“ der Parteienfamilie sozusagen. Befragt wurden aber auch die neuen Gesichter des Politikbetriebs: Die Abgeordneten, die nach den vorgezogenen Wahlen vom vergangenen Oktober neu im Parlament sind.

Ihnen schickten wir drei seriöse und vier eher lockere Fragen zu. So auch dem DP-Nordabgeordneten Edy Mertens, der bei seinem zweiten Anlauf als Kandidat infolge der Regierungsbildung ins Parlament nachrückte. Der 1954 in Wilwerdingen geborene Hausarzt ist denn auch als Mitglied verschiedener parlamentarischer Ausschüsse zuständig für die Bereiche Gesundheit, Sport und Chancengleichheit sowie für die Sozialversicherung und für Familie und Integration. Er steht seit 2011 als Bürgermeister der Gemeinde Ulflingen vor.

Wie haben Sie die ersten sieben Monate in Ihrer neuen Funktion erlebt?

Edy Mertens Ich habe die ersten Monate als eine sehr arbeitsintensive Zeit erlebt. Viele Reformprojekte wurden angeschoben oder bereits umgesetzt. Als neuer Abgeordneter ist man froh, wenn man am Anfang auf das Wissen von erfahreneren Kollegen zurückgreifen kann.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Kammersession?

Mertens Es ist nicht einfach, ein Dossier hervorzuheben. Sicherlich waren die Erstellung von gleich zwei Budgets sowie die schnelle Reform der Studienbeihilfen prioritär. Als Mitglied des Gesundheitsausschusses habe ich mich natürlich vor allem mit gesundheitspolitischen Dossiers, wie dem Gesetz über die Patientenrechte oder die Regelung der grenzüberschreitenden medizinischen Versorgung beschäftigt.

Welches sind für Sie die Prioritäten für die Rentrée?

Mertens Zuerst sicherlich die Absicherung der Zukunft in einer neuen Gestaltung des so genannten Budgets de la nouvelle génération mit Vorstellung eines Gesamtpakets. Ich denke, es wird niemanden verwundern, dass aufgrund meines Berufes hauptsächlich Gesundheitsdossiers und sozialpolitische Dossiers auf meiner Agenda stehen werden. Es gilt die Reform der Pflegeversicherung vorzubereiten. Hier muss sichergestellt werden, dass diese auch längerfristig finanzierbar bleibt, ohne dass die Belastungen für die Beitragszahler zu stark werden.

Wohin fahren Sie in den Urlaub und warum?

Mertens Ich war Ende Juli zehn Tage in den USA zur kurzen Entspannung mit Freunden. Da ich auch Bürgermeister bin und in meiner Gemeinde etliche Projekte sowie auch die Landesplanung Priorität genießen, werde ich höchstens noch ein Wochenende in Portugal verbringen. Auch muss ich meinem Arztkollegen in meiner Praxis eine Entlastung anbieten, indem ich ihn jetzt vertrete.

Was haben Sie sich in sportlicher Hinsicht für den Urlaub vorgenommen?

Mertens Gelogen wäre die Behauptung, ich würde Sport betreiben. Allerdings wandere ich gerne im Urlaub.

Welche Bücher planen Sie im Urlaub zu lesen?

Mertens Unbedingt die Fachliteratur nicht vernachlässigen, ist mein Motto, da in der Medizin die Entwicklung sehr schnell geht und man Fortbildung braucht, um mithalten zu können. Mein Beruf bedeutet mir viel und ich will mein Bestes geben in der Zeit, die mir zur Ausübung desselben verbleibt.

Welche Musik hören Sie am liebsten?

Mertens Musik bedeutet mir viel. Ich bin eigentlich für fast alle Richtungen zugänglich und genieße sowohl klassische als auch andere Musik.