LUXEMBURG
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Der Polizeinotruf ist für Fälle von häuslicher Gewalt jederzeit besetzt

Mit der Schaffung der Hotline, an die man sich im Falle von häuslicher Gewalt wenden kann, wurde erneut auf die Problematik solcher Fälle hingewiesen. Da es sich hierbei um eine Hilfestellung handelt, die den Notruf der Polizei nicht ersetzt, ist es den Beamten ein großes Anliegen, nochmals zu unterstreichen, dass ihre Notrufnummer 113 jederzeit besetzt ist.

Sollten Betroffene nicht die Möglichkeit haben, zu telefonieren, kann auch eine SMS an die Nummer gesendet werden. Hierbei sei allerdings zu beachten, dass der Name und die Adresse angefügt werden müssen und möglichst schon in der Nachricht erläutert werden sollte, was passiert ist.

Die Polizei handelt sofort

Wird der Notruf gleich nach der Tat getätigt, begibt sich die Polizei sofort zu der betroffenen Person, um die Situation einschätzen zu können. Wenn die Untersuchung und Gespräche vor Ort die gemeldete Tat bestätigen, wird der mutmaßliche Täter mit zur Polizeistation genommen und die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet, damit darüber entschieden werden kann, ob der Angreifer weggewiesen werden kann oder nicht. Im Falle einer Wegweisung steht der Schutz des Opfers an oberster Stelle. Somit wird dem Täter strengstens untersagt, an den Wohnort zurückzukehren oder anderweitig Kontakt mit der betroffenen Person aufzunehmen. Hierbei handelt es sich um eine Entscheidung, die nicht angefochten werden kann. Zwar hat der Täter das Recht, wichtige persönliche Gegenstände abzuholen, muss aber gleich danach die Schlüssel an die Beamten abgeben. Außerdem drohen Tätern häuslicher Gewalt – hierunter können auch Drohungen fallen - Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren und Geldstrafen in Höhe von 5.000 Euro.

Der angegriffenen Person wird zudem geraten sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung zu begeben, um etwaige Verletzungen untersuchen und versorgen zu lassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.violence.lu.