Auf seiner Facebook-Seite „Luxembourg Photography“ zeigt Christophe Mendes (25) Luxemburg von seiner schönsten Seite. Fast 5.000 Personen gefallen seine Fotos, doch kaum jemand kennt den jungen Mann hinter der Kameralinse. Im „Journal“-Interview erzählt uns der Hobbyfotograf mehr über seine Leidenschaft für die Fotografie.
Warum hast Du mit der Fotografie angefangen?
Christophe Mendes Das war damals, als ich klein war. Naja, was heißt hier, als ich klein war, ich war 17. In den Ferien habe ich immer einen Fotoapparat mitgenommen. Und mit der Zeit hat mir dieser kleine Fotoapparat nicht mehr gereicht, da habe ich mir etwas Besseres gekauft. Und so einfach hat meine Geschichte ihren Lauf genommen.
Hast Du irgendwo gelernt, Fotos zu machen?
Mendes Nein, ich habe mir alles selbst beigebracht, teilweise durch Tutorials auf YouTube. Ich habe mich auch ein bisschen umgehört und mir von anderen Leuten Tipps und Tricks eingeholt. Ich habe viel selbst ausprobiert und auf diese Weise hinzu gelernt. Learning by doing eben.
Gibt es einen Fotografen, der dich inspiriert?
Mendes Ja, das wäre Christophe van Biesen, vor allem wegen seiner Landschaftsfotografien.
Suchst du dir da auch deine Ideen oder kommen die von selbst?
Mendes Die kommen meistens von ganz alleine. Üblicherweise abends wenn ich im Bett liege. Wenn die Idee dann da ist, gehe ich sofort am nächsten Tag nach draußen und versuche, sie umzusetzen. Normalerweise bin ich so zwei bis drei Stunden unterwegs und wenn ich nach Hause komme, bearbeite ich die Fotos.
Was fotografierst Du am liebsten?
Mendes Landschaften, Städte und „Street Photography“.
Was ist „Street Photography“?
Mendes Für mich bedeutet das ganz einfach einen Moment festzuhalten, der sich in Zukunft nicht so schnell wiederholen wird. Zufallsfotos könnte man es auch nennen. Manchmal sollen sie auch etwas ganz Spezielles ausdrücken.
Solche Fotos sind nicht planbar. Ich bin dann unterwegs und stehe vielleicht eine halbe Stunde auf einer Stelle, beobachte das Geschehen und warte auf etwas, wo ich mir denke „das musst du jetzt knipsen“.
Wie bist du auf deiner Facebook-Seite zu so vielen Likes gekommen?
Mendes Erstens habe ich mir einen ganz einfachen Namen überlegt, „Luxembourg Photography“, der ist für jeden ganz einfach zu finden.
Dann habe ich eine Zeit lang Freunde darum gebeten, die Seite zu teilen. Der Rest hat sich so ergeben. Mit so vielen Likes hatte ich eigentlich nicht gerechnet, aber jetzt achte ich gar nicht mehr darauf.
Könntest Du dir vorstellen, hauptberuflich Fotograf zu sein?
Mendes Ja, aber nur als Landschaftsfotograf. Ich werde oft darum gebeten Fotos von Autos, Leuten oder von Kommunionen zu machen aber meine Antwort lautet immer „nein“. Ich bin mir selbst treu und da bleibe ich auch dabei.
Am liebsten würde ich für Magazine wie „National Geographic“ arbeiten, das wäre cool.
Hast du ein paar Tipps für Anfänger, wie man schöne Fotos macht oder welche Fehler man vermeiden sollte?
Mendes Ja, ein Fehler den man als Anfänger vermeiden sollte ist, einen teuren Fotoapparat zu kaufen.
Eine Canon EOS 600D, so wie meine, die ist für jeden geeignet und reicht vollkommen für den Anfang. Ansonsten sage ich meistens, Übung macht den Meister.




