BERLIN/HORSTWALDEGASTON FREYMANN

Mercedes-Benz Unimog U 4023 und U 5023 - Neu und wieder Benchmark im Gelände

Überragenden Fahreigenschaften in schwierigem Gelände, bei dem Fahrer und Mitfahrer hohen Lkw-Komfort genießen, der in dieser Fahrzeugsparte nicht selbstverständlich ist, so kann man in einigen Worten die beiden neuen „hochgeländegängigen“ Mercedes Unimog U 4023 und U5023 charakterisieren. Mercedes intern werden die Unimogmodelle mit kurzem Radstand und anders gestaltetem Führerhaus, die es faktisch in jedem Kommunalbetrieb und in allen Straßenmeistereien, meistens in Orange, als „Geräteträger“ bezeichnet, um sie von den „hochgeländegängigen“ Fahrzeugen zu unterscheiden

Um den neuen Unimog auf Herz und Nieren prüfen zu können, hatten sich die „Stuttgarter“ für die Pressevertreter einen anspruchsvollen Streckenabschnitt auf dem Off-Road-Parcours in Horstwalde südlich von Berlin ausgesucht. Hier kamen die Stärken des legendären UNIversalMOtorGerät, dafür steht das Akronym Unimog, voll zur Geltung, wie aus der Fotogalerie sichtbar ist. Diese Eigenschaften konnten bei der neuen Generation noch verbessert werden, was durch die veränderte Position des Motors begründet ist. Dieser wurde um einen Meter nach hinten verlegt, was nicht nur bei der Unterbringung des Vierzylinders mit dem neuen 231 PS (170 kW) starken Euro VI Motor erforderlichen Zusatzaggregate half, sondern auch einen direkten Nebenabtrieb vom Motor möglich machte. Die technische Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ist für längere Transportwege und den Autobahnverkehr ausreichend.

Leistungsgesteigertes Getriebe

Das Unimog-Getriebe wurde optimiert und leistungsgesteigert, so dass die Schaltzeiten jetzt kürzer sind und die Lebensdauer erhöht wurde. Wie bisher stehen acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgänge zur Verfügung, optional auch eine Geländegruppe für Offroad-Einsätze im Geschwindigkeitsbereich zwischen 2,5 und 35 Stundenkilometern. Gesteigert wurde auch die Sicherheit: Offroad-ABS ist Standard.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden gefahrenen Unimog-Typen liegt in den Achsen und im Rahmen und damit in den Achslasten und im Gesamtgewicht, beim U 4023 sind es maximal 10,3 Tonnen. Beim U 5023 maximal 14,5 Tonnen. Völlig neu konzipiert wurde die Reifendruck-Regelanlage. Nun kann der für den jeweiligen Einsatz passende vorkonfigurierte Reifendruck einfach im Display auf „Straße“, „Sand“ und „Schlechtweg“. eingestellt werden.

Perfektion im schweren Gelände

Das große Plus des Unimog sind seine optimalen Fahreigenschaften in schwerem Gelände. In einzelnen Punkten wurden die Stärken sogar weiter ausgebaut. Dass der Rahmen dieser Unimog geschweißt ist, einschließlich der Rohrquerträger, garantiert die extrem gute Robustheit und Verwindung von bis zu 600 mm bei der Fahrt im Gelände. Die Fahrt in Extremsituationen mit zugeschaltetem Allradantrieb wird von den zuschaltbaren Differenzialsperren und der Reifendruck-Regelanlage unterstützt. Seit jeher gehört die Single-Bereifung zum Unimog-Konzept, die Hinterräder folgen dem Vorderrad exakt in einer Spur und nutzen so die Festigkeit der bereits verdichteten Spur. Die Achsen sind verstärkt, alle wichtigen Aggregate sind geschützt oder liegen im geschützten Bereich - das gilt selbstverständlich auch für Wasserdurchfahrten mit einer Watfähigkeit von bis 1,20 Metern Wassertiefe.


www.unimog.de
www.unimog-museum.com