LUXEMBURG
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Umweltministerin Carole Dieschbourg stellt Kampagne „Null Offall Lëtzebuerg“ vor

Ende März hatte sich die Regierung bekanntlich für das Ende der Einwegkunststoffe für das Jahr 2021 ausgesprochen, hielt jedoch fest, sofort aktiv zu werden: Gestern Vormittag stellte Umweltministerin Carole Dieschbourg die nationale Kampagne „Null Offal Lëtzebuerg“ vor.

„Das Volumen des Hausmülls ist seit den 1990er Jahren konstant, während sich die Bevölkerung verdoppelt hat. Das Abfallaufkommen pro Kopf ist zurückgegangen, aber wir müssen uns weiter anstrengen“, sagte die Ministerin. Was den Plastikmüll betrifft, so zeigte die jüngste Hausmüllanalyse von 2014 in nur vier Jahren einen Anstieg von 5,6 Prozent. Es sei darauf hingewiesen, dass diese 17,8 Prozent des Gewichts und 43,7 Prozent des Restmüllvolumens ausmachen. Eine neue Hausmüllanalyse ist im Gange und die Ergebnisse werden für dieses Jahr erneut erwartet, wusste die Ministerin weiter zu berichten.

Zusammen mit der Bevölkerung

Zusammen mit der Bevölkerung will die Regierung eine Nullmüllstrategie zu entwickeln. „Als Gesetzgeber übernehmen wir die Verantwortung für das Verbot, die erweiterte Herstellerverantwortung oder finanzielle Anreize, aber wir brauchen Unternehmen, die Alternativen entwickeln. Es gibt einige wie Öko-Taschen und Öko-Boxen, aber wir wollen noch weiter gehen, und dafür müssen wir die Kommunen, die Bürger einbeziehen“, meinte Dieschbourg weiter.

Da die Regierung bereits jetzt die europäische Abfallrichtlinie in Sachen Einwegkunststoffe umsetzt, sorgt sie dafür, dass die Maßnahmen bis 2021 rechtzeitig wirksam sind. „Es ist wirklich eine Veränderung der Gewohnheiten, die herbeigeführt werden wird, und es ist wichtig, dass wir die Bürger und Unternehmen auf unserer Seite haben, um diesen Schritt des ökologischen Übergangs zu machen.“ Da diese europäische Richtlinie nicht ehrgeizig genug ist, will die Regierung noch einen Schritt weiter gehen, und in erster Linie gegen Mikrokunststoffe vorgehen, die in Flüssen und Bächen zu finden sind. „In den vergangenen Jahren hat sich nichts geändert, deshalb arbeiten wir daran, diese Mikrokunststoffe vor allem in Hygieneartikeln zu verbieten“, hielt die Umweltministerin abschließend fest.