LUXEMBURG
VANESSA PETER

Buchkritik zu „Harry Potter and the Cursed Child“

Schon die Ankündigung einer Fortsetzung der „Harry Potter“ Geschichte ließ die Herzen der Fans höher schlagen. Ich bin sehr froh, mir das Buch gleich am 1. August gekauft zu haben und habe es sofort gelesen. Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen, diese Geschichte ist Teil meiner Kindheit, deshalb hat es sich richtig gut angefühlt, wieder in diese Welt einzutauchen. Wichtig zu sagen ist, dass es ein Theaterskript ist. Es sind Dialoge, einige Beschreibungen und Regieanweisungen welche die Seiten füllen. Das Skript ist von J.K. Rowling, Jack Thorne und John Tiffany geschrieben worden.

Die Handlung: 19 Jahre später

Harry Potter ist ein überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann von Ginny Weasley und Vater von James, Albus und Lily. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, hat er zudem zu seinem jüngsten Sohn Albus Severus eine schwierige Beziehung. Das Buch beginnt mit der letzten Szene des siebten Bandes. Harry Potter, Ginny Weasley und ihre Kinder stehen auf dem Bahnsteig 9 ¾ in King’s Cross. Albus Severus macht sich Sorgen, dass er vom Sprechenden Hut in das Haus Slytherin eingeteilt wird, sein Vater Harry versucht ihn zu beruhigen. Mit seiner Cousine Rose, die Tochter von Ron Weasley und Hermine Granger, steigt Albus in den Zug nach Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei. Im Zug lernt er Scorpius kennen, den Sohn von Draco Malfoy, dem damaligen „Feind“ seines Vaters. Die beiden Jungen sind sich sogleich sympathisch und werden beste Freunde.

Für Harry Potter war Hogwarts immer ein Zufluchtsort, doch Albus Severus hat es dort nicht leicht. Auf ihm lastet der Erwartungsdruck, das Erbe und der Ruhm seines Vaters, mit dem er nichts zu tun haben will. So ist sein einziger Freund Scorpius, den ein grausames Gerücht zum Außenseiter macht. Und die Beziehung zu seinem Vater wird immer schwieriger, je älter Albus wird. Nachdem er jedoch ein Gespräch zwischen Harry und dem alternden Amos Diggory, dem Vater des toten Cedrics belauscht, fasst er einen gewagten Plan, der nicht nur ihn und Scorpius, sondern die ganze Welt in Gefahr bringt.

Meine Meinung

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Es ist eine schöne Geschichte, die einen mit alten und neuen Charakteren verzaubert. Das Buch ist sehr einfach auf Englisch zu lesen. Während des Lesens verspürt man einen Anflug von Nostalgie und es gibt wundervolle Anspielungen auf die früheren Bände. Es gibt jedoch einige Logikfehler, über diese möchte ich aber nicht mehr sagen ansonsten ist zu viel von der Handlung verraten. So gewinnt die Geschichte an Spannung und kommt auf den Punkt. Es gibt einige Szenen aus dem ersten Schuljahr von Albus, dann aus dem zweiten und dem dritten. Im vierten Schuljahr beginnt dann das Abenteuer. Da es ein Skript ist, kann es nicht die Tiefe eines Romans haben, was aber normal ist, denn das Stück wurde ja für die Bühne geschrieben.

Ron Weasley, der immer Witze erzählt und loyal zu seinen Freunden ist, hat diese Charakterzüge noch immer, doch scheint er im achten Band etwas neben der Spur zu sein. Draco und Harry verstehen sich recht gut, sie haben Meinungsverschiedenheiten, aber wenn es um ihre Kinder geht, benehmen sie sich einigermaßen erwachsen und versuchen, eine Lösung zu finden. Albus Severus ähnelt Harry sehr und ist somit ein toller Charakter, der stur seinen Plan durchzieht. Mir gefällt vor allem der Charakter Scorpius, er ist meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Scorpius ist ganz anders als sein Vater Draco, während Albus seinem Vater sehr ähnlich ist. Er ist ein tapferer, intelligenter, liebenswerter Außenseiter, der aber auch einsam und unsicher ist.

Fazit: Die Rückkehr nach Hogwarts war großartig. Es ist schön zu wissen, wie die Geschichte nach dem Satz „Alles war gut“ im siebten Band weitergeht. Ich mag die Story, auch wenn es einiges zu bemängeln gibt. Ich stelle mir vor, dass das Theaterstück noch viel besser ist, da das Skript für die Bühne geschrieben wurde. Das Buch ist zu empfehlen und im Nachhinein kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.