LUXEMBURG
SVEN WOHL

Neue Zahlen aus dem Polizeibericht zeigen Zunahme bei Drogendelikten

Neue von der Polizei veröffentlichte Zahlen zeigen, dass in einigen Bereichen die Kriminalität in Luxemburg ansteigt. Bei den Einbrüchen etwa wird ein Anstieg von insgesamt 4,58 Prozent gegenüber 2018 festgestellt. Vor allem bei den bewohnten Häusern macht sich dieser Anstieg deutlich (siehe Infografik). Die Einbrüche würden vor allem im städtischen Gebiet stattfinden und würden entlang großer Verkehrsadern und in der Nähe von Grenzen durchgezogen werden, so die Polizei in ihrer Erklärung. Vor allem an den Freitag- und Samstagabenden würden sich zudem die Fälle häufen. Hier sei man dann auch als Polizei aktiver unterwegs, führe unter anderem Patrouillen in den betroffenen Gebieten durch. In fünf Fällen sei es auch zu sogenannten „Homejackings“ gekommen.
Die Polizei weist erneut darauf hin, dass falls man einen Einbrecher bei frischer Tat bei sich ertappt, man diesen auf keinen Fall konfrontieren sollte. Auch wenn sie üblicherweise die Flucht ergreifen, sollte man auf jeden Fall die Polizei alarmieren und sich bemerkbar machen.

Durchgehende Zunahme bei Drogendelikten

Wenig überraschend dürften die Feststellungen seitens der Polizei bezüglich der Drogendelikte sein. So kam es zwischen den Jahren 2018 und 2019 zu einer Zunahme von 35 Prozent beim Besitz, 21 Prozent beim Verkauf und 51 Prozent bei der Einnahme von Drogen. Es kam in 1.412 fällen zu Beschlagnahmungen. Dabei muss erwähnt werden, dass die Polizei hier mit anderen Akteuren zusammenarbeitet. 359.000 Gramm Cannabis, 6.400 Gramm Heroin, 1.747 Gramm Kokain und 50.997 Ecstasy-Pillen wie auch 57 Gramm an Amphetaminen wurden in Zusammenarbeit mit der „Administration des Douanes et Accises“ und der Justiz beschlagnahmt. Nur beim Kokain und bei den Amphetaminen sei ein Rückgang auszumachen, so die Polizei in ihrer Mitteilung.