BRÜSSEL/LUXEMBURG
MM

Druck durch die EZB wächst

Die in Abwicklung befindliche Krisenbank Dexia baut erfolgreich ihre Bilanz ab: Wie der Bankkonzern am Donnerstag mitteilte, belief sich Ende Juni die Bilanzsumme auf 199,4 Milliarden Euro, das ist eine Reduzierung um 13,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr.

Das Bankgeschäft erwirtschaftete zwar Nettoeinnahmen von neun Millionen Euro, unterm Strich standen aber Minus 296 Millionen Euro. Bankchef Wouter Devriendt zeigt sich zufrieden, dass es der Bank durch die gute gesamtwirtsachaftliche Situation gelungen sei, weiter Assets abzustoßen und die Bilanz weiter abzubauen. Derzeit ist das Untermehmen dabei, seine IT- und Back Office-Funktionen an den US-Dienstleister Cognizant auszulagern.

Die in der Finanzkrise vor dem Zusammenbruch stehende Großbank Dexia wird von staatlichen Gaarntien in Höhe von insgesamt 55 Milliarden Euro durch Frankreich, Belgien und Luxemburg gestützt. Luxemburg stellt davon 4,5 Milliarden Euro bereit.

Da die Europäische Zentralbank nicht erlaubt, dass sich ab 2022 in Abwicklung befindliche Institute

weiter über die Europäische EZB refinanzieren, wächst der Druck, bis dahin die Konzernbereiche zu veräußern. In Luxemburg war die Dexia-Tochter BIL vom katarischen Fonds Precision Capital übernommen wurden. Derzeit schwelen Gerüchte, die wollten das Institut an Chinesen verkaufen.