LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Vor 70 Jahren: Großherzogin Charlotte kehrt aus dem Exil zurück nach Luxemburg

Gestern vor 70 Jahren betrat Großherzogin Charlotte (1896-1985) nach fast fünf Jahren im Exil wieder luxemburgischen Boden: Am 14. April 1945 landete das Flugzeug mit der Großherzogin an Bord am Findel. Von ihren Landsleuten wurde die Großherzogin damals mit frenetischem Beifall empfangen. Aus Sicherheitsgründen war die Ankunft der Großherzogin erst am Tag selbst in der Stadt angekündigt worden.

Nach der Besetzung Luxemburgs am 10. Mai 1940 durch deutsche Truppen flüchtete Großherzogin Charlotte mit ihrer Familie und der Regierung über Frankreich, Portugal und die Vereinigten Staaten ins Exil nach Kanada und London. Von 1940 bis 1944 wurde die Großherzogin durch ihre Radioansprachen über die BBC zum Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit ihres Landes. Bis heute wird Großherzogin Charlotte, die von 1919 bis 1964 an der Spitze des Landes stand, von zahlreichen Luxemburgern verehrt: Für viele Mitglieder der Kriegsgeneration war sie „wéi eng Mamm“.

Mit einer schlichten Gedenkfeier am Place Clairefontaine, im Beisein von Großherzog Henri, Großherzogin Maria Teresa und von Großherzog Jean wurde gestern an den 70. Jahrestag der Rückkehr der Großherzogin aus dem Exil erinnert.