Seit der Premierchef nicht mehr Eurogruppenchef ist und der Außenminister wegen der doofen Sommerpause nicht mehr so oft ins Ausland fliegen darf, wird über Luxemburg außer auf arabischen Internetportalen nur noch im „Trierischer Volksfreund“ berichtet. Letzterer wusste am Samstag in einer „Moien!“ getauften Rubrik dann auch zu enthüllen, dass Luxemburgs Finanzinstitute „vom Aussterben bedroht“ seien, wie der Volksfreund-Autor von seiner „Hairstylistin“ erfahren haben will: „50 Prozent der Banken machen dicht“. Da wird sich die neue Regierung aber warm anziehen müssen.

Apropos Regierung: Wer dieser auch nach dem 20. Oktober angehören will, der kommt nicht umhin, sich dieser Tage verdammt häufig unter die Leute zu mischen, ansonsten es ja vorkommen könnte, dass die Leute, die ja auch noch Wähler sind, einen ganz schnell vergessen.

Und was den Zentrumskandidaten die Braderie ist, das ist den Südkandidaten der Traktortreff in Küntzig, wo sich am Sonntag mit Marc Spautz, Michel Wolter und Jean-Marie Halsdorf gleich drei absolute Spitzenpolitiker der CSV eingefunden hatten, um dies anschließend dann natürlich auch direkt ihrer Facebook-Gemeinde mitzuteilen. Komische Zeiten...