CLAUDE KARGER

So lautet nicht nur der „Sproch vun der Woch“, der die Besucher des offiziellen Luxemburg-Portals begrüßt - Erklärung: „Super! (wörtlich: dickes Gas)“. „Hier ein Ausdruck, den Sie sicherlich nicht außerhalb Luxemburgs finden werden. Obwohl er in Konkurrenz zum mittlerweile onmipräsenten ‚cool‘ steht, werden Sie ihn (hoffentlich) regelmäßig hören“, steht da noch zu lesen. Aber sicher das! Zum Beispiel fällt seit gestern häufiger „Wow, décke Gas“ auf dem größten und schönsten Volksfest auf dem Glacis. Obwohl Luft auch ein Gasgemisch ist, ist „décke Gas“ natürlich nicht zu verwechseln mit „déck Loft“, wie sie beispielsweise am großherzoglichen Hof herrschen soll, wohin die Regierung nun einen Spezialbeobachter entsandt hat, um in der Personalpolitik mal nach dem Rechten zu sehen... Und während das Eis, auf dem der neue britische Premier tanzt, immer dünner wird, scheint die Luft zwischen ihm und den EU-Leadern immer dicker zu werden. Kein Wunder, bei den Manieren: „Schreckt auch vor gar nichts zurück. Boris Johnson legt am Donnerstag bei Emmanuel Macron den Fuß auf den Tisch“, entrüstete sich etwa der deutsche „Tagesspiegel“. War natürlich ein Gag. Wie auch die Zielvorgabe, einen Deal mit der EU zu finden, um einen harten Brexit zu vermeiden. Tja, Boris ist nun mal ein unverbesserlicher Scherzkeks.