LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Am Bahnhofsvorplatz: Die LVI präsentiert ihre „Visionen“ der Stadt Luxemburg

Mit großen Schautafeln stellt die „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“ (LVI) seit dem vergangenen 19. Mai an verschiedenen Standorten ihre „Visionen“ von einer „lebens- und liebenswerten Stadt Luxemburg“ vor. Nach dem Boulevard Royal, dem Boulevard Roosevelt und der Avenue de la Gare sind die „Visionen“ der LVI nun, und dies für die Dauer von zwei Wochen -, am Bahnhofsvorplatz zu sehen.

Die zurzeit viel befahrenen Stadtzonen verwandeln sich auf den Schautafeln und präsentieren eine „neue Dimension des öffentlichen Raums und Lebens“: Die Straße bleibt der alternativen Mobilität vorbehalten, ausreichend Raum für Fußgänger und Radfahrer ist vorhanden, für Kinder bestehen genügend Spielmöglichkeiten, viel Platz ist für Ruheareale, Begegnungen und Kommunikation vorgesehen. Nur so, wie Gust Muller, Präsident der LVI, unterstrich, „blühen Einzelhandel und Gastronomie auf und architektonisches Kulturerbe kommt voll zur Geltung“.

Keine Utopie

Für die LVI ist es keine Illusion, dass die „Stadt für die Menschen da ist, sie lädt aufgrund ihres besonderen WohlfühlFaktors zum Verweilen und Genießen ein, und jeder, ob Alt oder Jung, kann sich frei und sicher bewegen“. Mit ihrer Aktion legt die LVI „den Schwerpunkt auf die Stadt, in der man sich ihrer menschlichen Ausrichtung wegen gerne aufhält“. Darüber hinaus soll „die Aufmerksamkeit der Stadtbenutzer auf eine neue städtische Lebensqualität“ gelenkt werden.

Ferner will die LVI ihrem Präsidenten zufolge eine Alternative, „die den öffentlichen Raum umgestaltet, eventuelle Bausünden der Vergangenheit korrigiert, Straßen umwidmet und ein neues, dem Menschen angepasstes, urbanes Ambiente entstehen lässt“.

Eine Frage des politischen Willens

Mit ihrer Aktion hat die LVI einen Trend aufgegriffen, „der in so manchen Städten bereits erfolgreich verwirklicht wurde oder anderswo in der Realisierungsphase ist“. Ob die „Visionen“ der LVI umgesetzt werden, ist für Gust Muller „einzig und allein eine Frage des politischen Willens“. Denn nach Worten des LVI-Präsidenten hat „das Rad auch in Luxemburg eine Zukunft“.