LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Eine „schwebende Fahrradverbindung“ zwischen dem Bahnhofsviertel und der Oberstadt

Die „nei Bréck“, wie die „Pont Adolphe“ im Volksmund genannt wird - nach Worten von Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer „die schönste Brücke der Stadt“ -, wird derzeit aufwändigen Renovierungsarbeiten unterzogen. Wie gestern bei einem Pressetermin vor Ort von Nachhaltigkeits-und Infrastrukturminister François Bausch zu erfahren war, „laufen die Arbeiten gut“ und auch das gesetzte Timing konnte bislang eingehalten werden. Erfreuliches wusste der Minister auch in Sachen Finanzierung dieser „exemplarischen, aber extrem komplizierten Baustelle im Herzen der Hauptstadt“ zu berichten: Von den von der Abgeordnetenkammer für dieses Bauvorhaben gestimmten 62,9 Millionen Euro wurden deren bislang „erst“ 40,2 Millionen Euro „verbraucht“, wie Minister Bausch dem zuständigen Parlamentsausschuss gestern Vormittag zu berichten wusste.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die „nei Bréck“ zwei 2,42 Meter breite Bürgersteige, zwei 3,15 Meter breite Fahrbahnen für den Autoverkehr sowie eine 6,60 Meter breite Trasse für die Trambahn begreifen. Wie Minister Bausch weiter festhielt, lasse dieses Konstellation keinen Platz für Radfahrer auf der „nei Bréck“. Verschiedene Möglichkeiten einer Fahrradverbindung zwischen dem Bahnhofsviertel und der Oberstadt standen zur Diskussion. Zusammen mit der Stadt Luxemburg habe man im Dezember vergangenen Jahres beschlossen, einen vier Meter breiten Radweg unterhalb der renovierten Brücke anzubringen. Die Deckenhöhe beträgt 3,80 Meter.

Bereits Ende vergangener Woche hatte Premier Xavier Bettel den Bau einer „schwebenden Fahrradbrücke“ unterhalb der „nei Bréck“ im Anschluss an den Regierungsrat angekündigt. Die Kosten für den Bau dieser „Brücke unter der Brücke“ belaufen sich auf 6,2 Millionen Euro. Wie Minister François Bausch mitteilte, steht die Zustimmung des Budget-Kontroll-Ausschusses des Parlaments noch aus, diese soll nach den Osterferien vorgelegt werden.