CLAUDE KARGER

Wie wir gestern im „Land“ erfuhren, rechnet die grüne Europa-Abgeordnete Eva Joly in einer „entrüsteten Hasstirade“ gehörig mit dem EU-Kommissionsboss ab, der weiland als Premier dazu beitrug, aus einem Zwergenstaat mit ein paar Kühen, Schmelzen und einem „grand-duc désargenté“ einen zünftigen Finanzplatz hochzuzüchten, der auch Geschäfte in Panama machte. „Dahinter stecke Jean-Claude Juncker gleichzeitig als allgegenwärtiger Drahtzieher und „roi fainéant“ in Brüssel (S. 129), die diabolische Verkörperung der „face sombre de nos institutions“ (S. 141)“. Der Todesstern lässt grüßen! Um Dediabolisierung des Terminus „Populist“ bemüht war indes im „Wort“ Interview der ADR-Gast, der arg zu einer Ehe mit der CSV beharkt wurde. Schließlich habe die sich auf die ADR „zubewegt“. Und wenn „zwei konservative, wertorientierte Parteien“ sich verbünden, dann kann man sicher auf mehr gefasst sein als Show und flotte Sprüche und natürlich immer nur Klartext und nichts als die Wahrheit, nicht wahr? Na, mit wem würde Gibéryen denn am liebsten in der Regierung sitzen? „Wenn Sie mich nach meiner persönlichen Meinung fragen, lautet die Antwort aber eindeutig: Claude Wiseler. (lächelt)“. Ob er aber lieber Außenminister oder Finanzminister sei? „Keine Ahnung (lächelt nicht)“. Wir auch nicht.