LUXEMBURG
VIDOSAVA KUZMICKA

Fünf Monate Work&Travel in Neuseeland

Egal ob HelpX, Workaway oder WWOOF, sie alle funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Gegen ein paar Stunden Arbeit bei einer Gastfamilie bekommt man eine kostenlose Unterkunft geboten - einmalige Erfahrungen inklusive. Also genau das Richtige für all die Reiselustigen, die fremde Länder und Leute kennenlernen wollen, ohne ein Vermögen dafür auszugeben. Patrick Pieger (20) hat eine solche Reise hinter sich und erzählt uns im „Journal“-Interview über seine Erfahrungen.

Wohin hat dich deine Reise geführt?

Patrick Pieger Ich bin mit meiner Freundin nach Neuseeland gereist. Es war eigentlich eine spontane Aktion, die nur geklappt hat, weil wir im letzten Moment bei „TravelWorks“ untergekommen sind.

Wie funktioniert „TravelWorks“?

Pieger „TravelWorks“ hilft einem dabei, die Reise zu planen. Du sagst ihnen, wohin du willst, du bezahlst und sie buchen das Ticket für dich. Nach der Ankunft am Reiseziel helfen sie dir dann mit der Steuernummer und dem Eröffnen eines Kontos, damit du in dem Land arbeiten kannst. Neben „TravelWorks“ haben wir auch „WWOOF“ genutzt. Das ist ein Netzwerk, das Landwirte und Leute, die arbeiten wollen, zusammenbringt. Der Farmer hat dann eine kostenlose Arbeitskraft und der Reisende bekommt im Gegenzug ein Bett und Essen. Wenn man mal gerade keine bezahlte Arbeit findet, ist das eine gute Alternative.

Wie kann man sich das „Wwoofen“ konkret vorstellen?

Pieger Wir waren zwei Wochen lang bei einer netten, älteren Dame untergebracht. Unsere Zeit konnten wir eher frei gestalten. Wir haben zwei Tage lang während sechs Stunden gearbeitet und hatten jeden dritten Tag frei. Es gab auch immer ein großes Essen. Wir wurden wirklich gut versorgt.

Was waren eure Aufgaben?

Pieger Wir haben Bäume gefällt, Strohballen einen kleinen Berg hochtransportiert, Löcher gegraben und Beete umgepflanzt. Unsere Aufgaben waren sehr vielfältig. Schlussendlich hatten wir ihren ganzen Garten komplett umgestaltet.

Was hast du fürs Leben mitgenommen?

Pieger Dadurch, dass wir nicht viel Geld dabei hatten, lernt man alles zu schätzen, was man zu Hause hat. Ich werde mich nie wieder über einen halb leeren Kühlschrank beschweren. Während unserer Reise haben wir nämlich alles aufgebraucht, was wir gekauft hatten. Zu Hause sind auch immer wieder neue Sachen im Kühlschrank. Und in Neuseeland habe ich während der ganzen Zeit in Kilo-Blöcken ganze zehn Kilo Käse gegessen, weil das das Günstigste war. Es war zwar immer derselbe Käse, aber es hat mich nicht umgebracht.

Würdest du diese Art der Reise weiterempfehlen?

Pieger Ja, es ist wirklich eine geniale Erfahrung. Wenn ich irgendwann mal wieder Zeit haben sollte, würde ich gerne nach Australien reisen. Es gibt wirklich viele Orte auf der Welt, wo so etwas möglich ist. Und wenn man sich etwas bemüht, bekommt man so eine Reise auch ohne fremde Hilfe hin.
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