LUXEMBURG
LJ

Die „Ecole internationale de Differdange“ (EIDD) öffnete ihre Pforten

Was lange währt, wird endlich gut: In Differdingen wurde gestern Vormittag die „Ecole internationale de Differdange“ (EIDD) ihrer Bestimmung übergeben. Bürgermeister Roberto Traversini wies in seiner Ansprache darauf hin, dass Differdingen seit dem vergangenen Sommer über 25.000 Einwohner zählt und bislang über kein eigenes Lyzeum verfügte.

Allerdings ist die EIDD weit mehr als ein herkömmliches Lyzeum. Sie verfügt über eine eigene Grundschule und sogenannte „Classes préparatoires“.

Sprachunterricht an erster Stelle

Die Besonderheit der EIDD liegt in ihrer Sprachpädagogik. So werden alle Fächer entweder auf Französisch oder Englisch unterrichtet. Während die meisten der 142 Schüler sich für einen französischen Studiengang entschieden haben, haben 21 Schüler in der Grundschule und 15 im Lyzeum die englische Sprache als Hauptsprache ausgewählt, wie Schuldirektor Gerard Zens bereits vergangene Woche unterstrichen hatte. Luxemburgisch wird selbstverständlich auch unterrichtet. Dies in allen Klassen der Grundschule und bis zum dritten Jahr der Sekundarschule.

Für Erziehungsminister (und ehemaliger Differdinger Bürgermeister) Claude Meisch war gestern ein „großer Tag für die öffentliche Schule“. Die EIDD sei nicht besser als die anderen luxemburgischen Schulen, aber sie sei besser zugeschnitten auf die Bedürfnisse von verschiedenen Schülern.

Dass die Schule in Differdingen ihren Platz hat, zeigen die Zahlen: 60 der 142 Schüler kommen aus Differdingen und weitere 36 aus der Südregion. Dies beweise einwandfrei, dass das Angebot der EIDD nicht elitär orientiert, sondern auf die Bevölkerung im Süden zugeschnitten sei, meinte Direktor Zens.

Mit dem englischsprachigen Studiengang soll nach Meischs Worten die Attraktivität der Universität und der Forschungszentren rund um Belval gesteigert werden, indem den Forschern eine geeignete Schule für ihr Kinder zur Verfügung gestellt werde.

Derzeit werden die Klassen der Grundschule in der früheren Haushaltungsschule abgehalten. Die Lyzeums-Klassen sind in der früheren „Léierbud“ untergebracht.