LUXEMBURG
MM

Bekommt Google ein Baugrundstück?

Die Uhr tickt. An diesem Freitag müssen die Grundstückseigentümer das Angebot des US-Internetriesen annehmen - oder ablehnen

Scheitert es diesmal wie in vielen Fällen zuvor an der Grundstücksfrage? Der US-Internetgigant will im Großherzogtum sein größtes Rechencenter in Europa bauen, wie Wirtschaftsminister Etienne Schneider unlängst bestätigte.

Seit Monaten verhandelt man mit Eigentümern von passenden Grundstücken, die Regierung favorisiert eines in Bissen. Auf 25 Hektar will Google eine Anlage für rund eine Milliarde Euto Investment bauen, darum appellierte Wirtschaftsminister Etienne Schneider zuletzt an die Verantwortung der Eigentümer für das Gemeinwohl.

Luxemburgs wachsendem ICT-Sektor wäre beim Zustandekommen des Projekts zweifellos weitere internationale Aufmerksam gewiss. Doch selbst beim Zustandekommen des Google-Projekts dürfte das ebenso für einen gewissen Unmut sorgen, schließlich gab es zuvor viele andere Fälle, in denen gerade wegen des Mangels an industriellem Baugebiet die Investition dann nicht in Luxemburg, sondern dem grenznahen Ausland gemacht wurden. Beispiele sind Ikea in Arlon oder das Agrarcenter des luxemburgischen Bauernverbands im saarländischen Perl. Da war damals der politische Druck im Sinne der Investitionswilligen vermisst worden, wird es dann heißen.