LUXEMBURG/KÖLN
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Die Sendung „Wer wird Millionär“ feiert 20. Jubiläum

Die Quizsendung „Wer wird Millionär“ ist ein Dauerbrenner. Am heutigen Montag, 20.15, feiert sie ihren 20. Geburtstag mit einem Jubiläums-Special. Günther Jauch, der sie seit dem Beginn moderiert, stellt dazu ausschließlich Fragen, die in den letzten 20 Jahren schon mal vorkamen. Einfach wird es trotzdem nicht, denn es sind immerhin 35.000 Fragen im Archiv. Einer Auswahl davon müssen sich zehn Kandidaten stellen. Im Publikum der Show mit Überlänge – sie ist dreimal so lang wie sonst – sitzen ebenfalls nur Ex-Kandidaten, darunter auch Promis. Denn von „Wer wird Millionär“ gibt es mittlerweile Sonderausgaben für arme Schlucker, Prominente oder Senioren.

Das Prinzip des 1998 in Großbritannien erdachten Spiels ist einfach: Kandidaten müssen Wissen bei Fragen beweisen, zu denen es je vier Antworten im Multiple-Choice-Modus gibt. Damit können sie nach 15 Fragen Millionär sein – oder aber mit weniger oder auch nichts nach Hause gehen. Hilfen gibt es durch Sicherheitsstufen und verschiedene Joker. Zum Jubiläum sehen die Regeln vor, dass alle Kandidaten vier Joker erhalten – einen Publikumsjoker, einen 50:50-Joker und zwei Zusatzjoker - und sich zusätzlich auf zwei Sicherheitsstufen verlassen können, die bei 500 Euro und 16.000 Euro liegen.

Bislang gab es in 20 Jahren elf Sendungs-Millionäre, dazu drei Promi-Millionäre, die den Betrag einem guten Zweck zukommen ließen. Der letzte Kandidat gewann 2015 eine Million Euro. Die besten Kandidaten sitzen auch diesmal wieder auf dem Sofa, denn dort ist es einfacher, alles besser zu wissen.

Die Sendung, die am 3. September 1999 erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde, erfreut sich rund um den Globus großer Beliebtheit. In Österreich heißt sie „Millionenshow“, in Russland lautete der erste Titel „Oh, glücklicher Kerl!“, bevor er angepasst wurde. Weltweit gibt es rund 100 verschiedene Varianten. Die letzten wurden in diesem Jahr in Ungarn und Thailand gestartet. Überall gelten relativ strenge Auflagen, damit das Studio und das Format möglichst nah am britischen Original sind. So muss der Moderator Kleidung von Armani tragen und die Musik ist die gleiche.

Lëtzebuerger Journal

Trinckgeld statt Bettel

Zwar gab es noch nie einen Millionär oder eine Millionärin aus Luxemburg. Aber das Großherzogtum schaffte es trotzdem 2014 mit der Sendung in die Schlagzeilen. Damals glaubte Kandidat Patrick Klein, dass der Premierminister Luxemburgs Xavier Trinckgeld hieße. Bettel, der die Sendung sah, meldet sich auf Facebook mit „Einen schönen Abend wünscht euch X. Trinckgeld.“ und trat danach mit dem Kandidaten in Kontakt. Dieser besuchte den Premierminister anschließend in Luxemburg und war sehr angetan vom Politiker und vom Land. Durch die falsche Antwort fiel der freiberufliche Drohnenpilot von 32.000 Euro auf 500 Euro. Doch nahm er es mit Humor. Auf Ebay versteigerte der Kölner ein selbstgemaltes Schild mit der Aufschrift „Merken: Trinckgeld x Bettel √“ für einen guten Zweck - zum bemerkenswerten Preis von rund 800 Euro. Abnehmer war der Immobilienmakler Abby Toussaint aus Mersch, der das Schild persönlich in Luxemburg entgegennahm. Den Netto-Betrag von 725 Euro spendete Klein der „Fondation Follereau“ in Luxemburg, die Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern unterstützt.