LUXEMBURG
JK

Rück- und Ausschau beim Geschäftsverband der Stadt Luxemburg

Im Auditorium der „Banque de Luxembourg“ hielt der Geschäftsverband der Stadt Luxemburg („Union commerciale de la ville de Luxembourg“, UCVL) am Mittwochabend seine ordentliche Generalversammlung für das Jahr 2017 ab. Groß war der Politikerandrang beim diesjährigen Stelldichein der UCVL: von Premier Xavier Bettel über Bürgermeisterin Lydie Polfer, den ersten Schöffen der Stadt Luxemburg Serge Wilmes, die Stadtschöffen Patrick Goldschmidt und Laurent Mosar, Familienministerin Corinne Cahen bis hin zu Staatssekretärin Francine Closener.

Den Erwartungen der Kundschaft Rechnung tragen

Als Gastredner bei der vorgestrigen Veranstaltung war Jean-Luc Calonger, Gründer und Präsident der „Association du Management de Centre-Ville“ (AMCV) aus Belgien verpflichtet worden, der über das Management des Stadtzentrums referierte. Es gilt, eine Strategie zu entwickeln, die es dem Stadtzentrum erlauben soll, den Erwartungen seiner heutigen und künftigen Kunden Rechnung zu tragen. Die Verwaltung des Stadtzentrums soll den einzelnen Stadtzentren helfen, sich zu entwickeln und gleichzeitig kompetitiv zu bleiben, sich zu angenehmen, sicheren und zugänglichen Orten zu machen und eine für jedes Stadtzentrum eigene Identität zu entwickeln.

Im vergangenen Jahr machte sich der Geschäftverband der Stadt Luxemburg stark für die Reform der Geschäftsmietverträge, bedauert wurde allerdings, dass der Gesetzestext „sehr ungenau“ in vielen Punkten ist. Was die verkaufsoffenen Sonntage betrifft, so sagte sich die UCVL zufrieden damit, dass für das laufende Jahr längere Öffnungszeiten zuerkannt wurden. Ferner wünscht sich der Geschäftsverband der Stadt Luxemburg eine diesbezügliche Diskussion mit allen Akteuren des Handels, ob national oder lokal, um das Handelsgleichgewicht zu garantieren. Auch die Sicherheit im Bahnhofsviertel macht der UCVL Sorgen und einmal mehr wurde der Ruf nach einer Entschädigung oder Kompensierung für die Geschäftsleute laut, da sie die ersten sind, die unter den zahlreichen Baustellen auf dem Stadtgebiet zu leiden haben. Des Weiteren ist es nach Meinung des Geschäftsverbandes der Stadt Luxemburg „dringend“, eine Politik der Verwaltung des Stadtzentrums ins Leben zu rufen, um die Attraktivität der Hauptstadt zu stärken.

Auch fordert die UCVL die Schaffung eines „Observatoire national du commerce urbain“, um auf statistische Daten in Sachen Geschäftsaktivitäten, Geschäftsmieten, leerstehende Geschäftslokale und so weiter zurückgreifen zu können.

Wie Premierminister Xavier Bettel sagte, haben die Regierung die Stadt Luxemburg und die UCVL „et zesumme fäerdeg bruecht, aus eiser Stad e Magnéit an der Groussregioun ze maachen a mir sinn nach laang net fäerdeg“, wie er im Anschluss an die Versammlung twitterte.