All diejenigen, denen der nie enden wollende Zweier mordsmäßig arg zum Halse heraushängt, und die nun schon seit Wochen von einem flotten Dreier geträumt haben, müssen jetzt radikal tapfer sein, hat CSV-Methusalem Fernand Boden doch jetzt dem „Wort“ verraten, dass so ein Dreierdings „leichter gesagt als getan“ ist: „Rein rechnerisch betrachtet werden die LSAP, die DP und Déi Gréng wohl mehr als 30 Sitze verbuchen können“ (und der Mann ist immerhin gelernter Mathematiklehrer), aber „wünschenswert“ sei so eine Koalition für das Land nicht. Den Teufel noch schwärzer an die Wand malte da nur noch CSV-Boss Wolter, der im „Profil“ anzweifelt, „dass solch eine Regierung für stabile Verhältnisse in unserem Land sorgen kann und den bevorstehenden Herausforderungen gewachsen ist“. Wozu Politiker und Möchtegernpolitiker in diesen vorwahligen Zeiten so alles fähig sind, das wurde am Wochenende nicht zuletzt auch auf dem Oktoberfest in Alzingen deutlich, wo sich gestandene Abgeordnetinnen à la Diane Adehm (CSV) oder Claudia Dall’Agnol (LSAP) ins dralle Dirndl zwängten und nicht weniger gestandene Politkandidaten (CSV, LSAP, alle...) sich in der feschen Seppl-Bux präsentierten. Muss Politik schön sein...