LUXEMBURG
JEFF KARIER

„Fox“ ist das erste „Low Carb“ Premium Pils Europas und das Resultat einer simplen Idee

„Ich war immer schwer übergewichtig“, erklärt Pierre Beck, der gemeinsam mit seiner jetzigen Verlobten Catherine Hoffmann das „Low Carb“ Bier „Fox“ auf den Markt gebracht hat. Beck habe 2012 den Entschluss gefasst endlich etwas zu verändern, abzunehmen, und zwar mit der Low Carb Diät. „Wenn ich dann aber mal am Wochenende ein Bier trank, hat das gleich meine ganze Diät über den Haufen geworfen.“

Etwa zu der Zeit sollte Beck, der damals Management und Marketing studierte, als Projekt ein Produkt für den Supermarkt entwickeln. „Da ich eben sehr gerne Bier trinke, kam mir die Idee ein Bier mit wenigen Kalorien und Kohlenhydraten zu brauen.“ Auch Catherine Hoffmann, der er von seiner Idee erzählte, war von der Idee begeistert. „Vor allem da der Trend hin zu Produkten geht, die eben weniger Kohlenhydrate und Kalorien als gewöhnlich enthalten, war ich schon damals der Meinung, dass es für ein solches Bier eine Nachfrage besteht,“ meint Hoffmann.

Aufwändiger Vorgang

Als das Projekt weiter Form annahm, kontaktierten die beiden die Forschungsbrauerei Weihenstephan, die zur Technischen Universität München gehört. Hier stieß die Idee auf großes Interesse, da es so etwas noch nicht in Europa gebe. „Wir brauchten insgesamt fünf Versuche um die Kalorien und Kohlehydrate zu senken, ohne dass der Geschmack des Bieres darunter leidet und der Alkoholgehalt vergleichbar mit anderen Bieren bleibt“, führt Beck weiter aus. Um dies zu erreichen, mussten die Forscher der TU München aber eine neues Brauverfahren entwickeln, das laut Beck nicht nur länger dauere, sondern auch spezielle Maschinen erfordere.

„Anfangs wollten wir unser Bier in Luxemburg brauen lassen. Die kleinen Brauereien im Land haben allerdings nicht die Möglichkeiten und erforderlichen Maschinen, um unser Bier zu brauen. Und die großen Brauereien hatten kein Interesse an einem kleinen Projekt wie unserem, mit nur wenigen Tausend Flaschen an Volumen.“ Fündig wurde man dann in Belgien, um genau zu sein, in Nivelles. „Die dortige Brauerei hat erst letztes Jahr ihren Betrieb aufgenommen und bietet somit eine moderne Anlage, mit der sie unser Bier brauen können.“ Die erste Charge entsprach laut Beck einem Volumen von 21.000 Flaschen und wurde innerhalb der ersten zwei Monate verkauft. Die zweite Charge, die vor etwa zwei Wochen fertig wurde, umfasst 42.000 Flaschen.

Mit 70 Prozent weniger Kohlenhydraten und somit auch 30 Prozent weniger Kolorieren und ohne Zucker, sei „Fox“ nicht nur ein Bier für all jene, die weniger Kohlenhydrate und Kolorieren zu sich nehmen wollen: „Ein netter Nebeneffekt ist, dass unser Bier auch für Diabetiker geeignet ist“, erklärt Becker.

Schön und elegant

Dass es sich bei ihrem Bier um kein gewöhnliches handelt, wollten Beck und Hoffmann auch mit der Flasche und dem Design unterstreichen, weshalb sie sich gegen eine übliche Etikettierung entschieden haben. Stattdessen wurde Siebdruck verwendet. Dadurch erhält das Produkt allein schon beim Anfassen und in die Hand nehmen eine hochwertige Haptik. Für das eigentliche Design zeichnet sich Hoffmann verantwortlich. Und der Name? „Wir wollten etwas, das zum einen auf Englisch, Deutsch, Französisch und Luxemburgisch gut klingt und leicht auszusprechen ist, als auch einen Bezug zu Luxemburg herstellt“, erklärt Hoffmann. Außerdem spare man mit Fox, ganz im Sinne eines Sparfuchses, Kalorien ein und sei darüber hinaus schön und elegant.

In den „Palcenter“-, „Alima“- und „Monoprix“-Filialen ist „Fox“ bereits als einzelne Flasche oder im 4er-Pack erhältlich. Demnächst sollen auch noch „Auchan“ und „Delhaize“ folgen. Der Preis für einen 4er-Pack liegt zwischen sieben und achte Euro. Der im Vergleich zu anderen etwas höhere Preis erkläre sich eben damit, dass der Brauprozess aufwendiger, die Produktion der Flaschen teurer und das Volumen kleiner als bei der Konkurrenz ist.


www.foxbeer.lu