LUXEMBURG
DR. MICHAEL FEIT

Seit nunmehr fast neun Jahren tobt der blutige Bürgerkrieg in Syrien immer noch ist kein Frieden abzusehen. Millionen Menschen sind auf Hilfe von Außen angewiesen, aber immer weniger humanitäre Organisationen sind vor Ort. Caritas allerdings bleibt. Und braucht dafür Unterstützung, wie Dr. Michael Feit, der Direktor für internationale Kooperation der Organisation, erklärt.

„Syrien liegt in Trümmern. Die Zerstörungen vielerorts sind enorm und der Winter kommt. Millionen Menschen werden ohne Dach über dem Kopf dastehen. Caritas hilft auf mehreren Ebenen gegen die Not.

Zum einen geben wir täglich Tausende warmer Mahlzeiten aus, zum anderen aber auch Hygieneartikel und Matratzen, Decken und Küchenausrüstung. In der umkämpften Gegend um Idlib im Nordwestern erhalten rund 30.000 bis 40.000 Menschen durch Caritas und ihre Partner Lebensmittel. Das mag wenig erscheinen angesichts der rund zwei Millionen Flüchtlinge in der Region, aber wir tun unser Bestes unter sehr schwierigen Bedingungen.

Viele Menschen haben kein Dach über dem Kopf und wir versuchen, ihnen das Nötigste zu geben, damit sie sich wenigstens einen Unterschlupf bauen können.

In der Gegend um Homs sind wir mit unseren Partnern beim Wiederaufbau von zerstörten Wohnungen tätig. Die Stadt, die wieder unter Kontrolle des Assad-Regimes ist, lag lange an der Front und der Zerstörungsgrad ist hoch. Aber manche Wohnungen können mit wenig Aufwand repariert werden. Wenn die Behörden sie freigeben und die Statik überprüft ist, können etwa wieder Fenster und Türen eingesetzt, Dächer repariert und die Voraussetzungen für Wasser- und Stromzufuhr wieder geschaffen werden, so dass Vertrieben wieder einziehen und sich in den zerstörten Vierteln wieder Gemeinschaften bilden können. Rund 300 Wohnungen konnten mit Hilfe von Caritas so wieder hergerichtet werden.

Viel schwieriger zu reparieren sind die psychologischen Wunden von Menschen, die so lange in Kriegsgebieten ausgehalten haben und Schreckliches mitmachten. Es gibt tausende Kinder, die nicht wissen, was es heißt, in Frieden und Sicherheit zu leben. Tausende sind Waisen. Für sie baut Caritas Luxemburg Waisenhäuser. Wir errichten Schulen, aber auch Spielplätze. Letzteres werden viele in der Not nicht als Priorität sehen. Aber es ist außerordentlich wichtig, weil Spielplätze, sei es auch nur für ein paar Momente, den Familien etwas Unbekümmertheit bringen. Es ist unbezahlbar, wenn man in der ganzen Not etwas Freude sieht.

Leider weiß niemand, wann dieser schreckliche Krieg vorbei sein wird. Aber auch bei einem Friedensschluss muss noch eine Menge getan werden, damit die Menschen dort wieder dezent leben können und Perspektiven haben. Ohne Hilfe von Spendern geht das alles nicht, deshalb startet Caritas erneut einen Appell an alle, etwas Geld für die Syrer zu opfern. Eine Spende über 40 Euro reicht bereits, um ein Kind einen Monat zu ernähren. Jeder Euro ist wichtig.“

Spenden kann man hier: www.caritas.lu