ESCH/ALZETTE
PATRICK WELTER

Nonnewisen: Stadt Esch und Fonds du Logement starten weiteren Bauabschnitt

Der Regen peitschte fast horizontal über das Bauland, Gäste und Festredner drängelten sich unter drei Partyzelten. Von einem sonnensicheren September konnte auch gestern in Esch/Alzette keine Rede sein, als der symbolische Grundstein für den nächsten Bauabschnitt des Wohngebietes „Nonnewisen“ gelegt wurde.

Bauherren des Loses „7n“ sind die staatliche Wohnungsbaugesellschaft „Fonds du Logement“ und die Stadt Esch. Während der Fonds entlang der rue Guillaume Capus zwei Mehrfamilienhäuser mit 40 Wohnungen baut, errichtet die Stadt Esch dahinter auf Standardparzellen von 15 mal 15 Meter 36 Einfamilienhäuser die zu subventionierten Preisen an Berechtige für Wohnbauförderung verkauft werden. Dabei handelt es sich um ein autofreies Wohnviertel, Fahrzeuge sollen außerhalb abgestellt werden. Das Gesamtkonzept wurde vom Architekturbüro „Bourguignon Siebenaler Architecte, BSARC sàrl“ erarbeitet.

Der „Fonds du Logement“ investiert für den Bau der beiden Residenzen 17.241.156 Euro. Die Stadt Esch finanziert den Bau der 36 Einfamilienhäuser mit 18.868.795 Euro vor.

Eschs Bürgermeisterin Vera Spautz verwies auf das Engagement der Stadt Esch in Sachen Wohnungsbau und verwahrte sich gegen Vorwürfe - „…wir haben ja Wahlkampf…“ - zu wenig für den sozialen Wohnungsbau zu tun.

Wohnungsbauminister Marc Hansen betonte die Fortschritte, die mehr und mehr bei der Erschließung neuer Baugebiete gemacht werden - von Sassenheim bis Wiltz. Für ihn ist es aber besonders erfreulich, dass die Kommunen bei Schaffung von Wohnraum eine überaus aktive Rolle angenommen haben. Staat und Gemeinden müssten beim Wohnungsbau konsequent zusammenarbeiten.