BITBURG/LUXEMBURG
INGO ZWANK

Internationaler Großkontrolltag in Bitburg/Eifel unter Luxemburger Beteiligung

Kontrolliert wurde alles: Lenk- und Ruhezeit, Ladungssicherung, der Zustand des Fahrzeuges. Gestern fand eine internationale Großkontrolle im Bereich Bitburg/Eifel statt. Hieran nahmen neben Beamten der rheinland-pfälzischen Polizei auch Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Koblenz, der Bundespolizei, des Bundesamts für Güterverkehr, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, des Sonderabfallmanagements sowie der luxemburgischen und belgischen Polizei und des luxemburgischen Zolls teil.

70 Mann im Einsatz

„Insgesamt sind wir rund 70 Mann“, sagt der Einsatzleiter, Polizeikommissar Jan Lenhof von der Polizeiinspektion Bitburg, gegenüber unserer Zeitung. Auch der Polizeihubschrauber der Polizei war im Einsatz. Warum aber wird ein solcher Kontrolltag durchgeführt?

Nach aktueller Zählungen der Bundesanstalt für Straßenwesen befahren täglich über 3.000 Fahrzeuge, die der Kategorie Schwerverkehr zuzuordnen sind, die Bundesstraße 51 im Bereich Bitburg. „Dies entspricht einem Gesamtanteil am Verkehrsaufkommen von ca. 20 Prozent“, erklärt Lenhof. Mit dieser hohen Anzahl an Fahrzeugen würden vielfältige Problemstellungen, die ein polizeiliches Tätigwerden notwendig machen, einhergehen. „Im laufenden Kalenderjahr 2018 kam es im Bereich der Polizeiinspektion Bitburg außerdem bereits zu zwei tödlichen Verkehrsunfällen unter Beteiligung eines LKW auf der Bundesstraße 51“, so Lenhof weiter.

Dienstliche Kontakte knüpfen

„Wir freuen uns immer, wenn wir an solchen grenzüberschreitenden Aktionen teilnehmen können“, betonten die Beamten von Luxemburger Zoll und Polizei. „Nicht nur, dass wir auf dem arbeitstechnischen Niveau uns austauschen können, auch die Kontakte sind sehr wichtig in unserer Arbeit!“ Schließlich gelten zum Beispiel die gleichen Lenk- und Ruhezeiten wie in Luxemburg auch in Deutschland.

„Und heute werden wir sicherlich genug Arbeit bekommen“, sagt ein Beamter des Bundesamts für Güterverkehr, „das sagt mir die Erfahrung.“ Bereits kurz nach dem Briefing laufen die ersten Lkw auf dem Flugplatz ein, wo die Kontrollstelle eingerichtet wurde. Und schon werden auch die ersten
Verkehrsverstöße gemeldet. „Überholen im Überholverbot“, heißt es über Funk. Wie sich kurze Zeit später herausstellt, müssen zwei Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden. „Einer war ohne erforderliche Fahrerlaubnis und der andere unter dem Verdacht von Betäubungsmitteln unterwegs“, berichtet Polizeirat Hamm.


Eine ausführliche Bilanz des Kontrolltages folgt