LUXEMBURG
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Akrobaten verzaubern mit Festival „Streeta(rt)nimation“ das Zentrum der Hauptstadt

Wird die Hebefigur auf dem fahrenden Fahrrad glücken und kann die Akrobatin ihre Drehung oben an der Stange vollenden? Am Freitag und am Samstag waren die Augenpaare vieler Luxemburger und von Gästen aus der Großregion auf die Gesten und Schritte von Straßenkünstlern geheftet.

Die Akrobaten, Jongleure, Musiker, Tänzer und Clowns aus 29 Kompagnien haben die Straßen und Plätze des Zentrums der Hauptstadt an diesen zwei Tagen mit ihrem Talent und ihren Fähigkeiten belebt. Die Künstlertruppen waren zum jährlichen Festival „Streeta(rt)nimation“ nach Luxemburg-Stadt gekommen. Insgesamt haben die Männer und Frauen in diesem Jahr an zwei Tagen 95 lustige, spannende und poetische Spektakel gezeigt.

Große Parade auf der Place d‘Armes

Losgegangen war das Fest der Straßenkunst bereits am Freitagnachmittag mit den Künstlergruppen „Duo Kaos“ und „Aweye Manon“. Das Duo erzählte mit akrobatischen Kunststücken auf einem Fahrrad eine Geschichte um Veränderung und Liebe, „Aweye Manon“ begeisterte mit einer lustigen und interaktiven Show.

Einige Stunden später fanden sich alle Künstler auf der Place d’Armes zusammen und stellten sich dem Publikum mit einer großen Parade vor. Die Zuschauer konnten während dieses bunten, einstündigen Treibens eine Vielfalt von Kunststücken und allerhand fantasievolle Kostüme erleben.

Unterhaltung für jedes Publikum

Kindern hat besonders das Dorf der Clowns Freude bereitet. Die Spaßmacher hatten am Samstag ihre Zelte in der rue du Saint Esprit aufgeschlagen und dort vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend insgesamt zehn lustige Spektakel vorgeführt. Zudem wurde dem kleinen und großen Publikum auch Marionetten- und Puppentheater geboten.

Ein besonderer Höhepunkt bot sich den Zuschauern am Abend auf der place Guillaume II: Dort zeigte die ungarische Kompagnie „Aquatica“ mit Quallen und Fischen, Poesie und Akrobatik ein poetisches Ballett. Die Truppe erschuf mitten in der Stadt ein Unterwasseruniversum, in dem Quallen und Fische als fantasievolle Ballone durch die Luft trieben. Zwei Künstler in bunten Fischkostümen erteilten der Realität vollends eine Absage, als sie in einer großen, aquariumsähnlichen Kugel Kunststücke zeigten. Dazu versprühte eine Maschine Seifenblasen, die das Publikum an unter Wasser herumwirbelnde Luftblasen erinnern sollte.